Review

KISKE / SOMERVILLE - City of Heroes15.04.2015

KISKE / SOMERVILLE - City of Heroes

Kiske / Somerville - City of Heroes

verfasst von Claudia H.


Am 17. April ist es soweit: Die zweite Platte von Kiske/Somerville erscheint (in Europa). Sowohl Mat Sinner (Primal Fear, Sinner) und Magnus Carlsson (Primal Fear) waren wesentlich am Entstehungsprozess beteiligt.

Das Album des Duos Kiske und Somerville, die übrigens schon beide mit Avantasia aufgetreten sind, beginnt stark bzw. kraftvoll mit dem titelgebenden Track, den man auf Grund des veröffentlichten Musikvideos bereits kennen sollte. Ein großartiger Ohrwurm, der sich mit dem Einlegen der CD in die Köpfe der Hörer brennt. Er beginnt mit einem melodischen Gitarrenriff, welche während der Strophe, deren großartige Wirkung durch Kiskes´ und Somervilles ausdrucksstarken Stimmen geformt wird, nur darauf wartet in den unverwechselbaren wie einfachen Refrain überzuleiten: "Don't give up now, I'm back from the City of Heroes". Ein wundervoll melodischer Song, der von Anfang an hohe Erwartungen an das Album aufkommen lässt. Weitaus ruhiger folgt "Walk on Water", der ebenso einfach und damit sehr eingängig daherkommt. Auch dieses Lied spart weder am Gitarrensolo noch an bezaubernden Melodien. Ein pompöses Intro leitet den nächsten Song ein. "Rising up" ist wieder etwas interessanter gestrickt und die Melodien versprühen etwas Achtzigerjahre Charme an den Zuhörer. Ebenso wie bei dem Folgetitel "Salvation" paaren sich coole Gitarrenklänge mit klaren und schönen Gesangparts, die mit klangvollen Melodien untermalt werden.

Nummer fünf "Lights out" lässt auf ein gitarrenlastiges Intro eine relativ simple Strophe folgen, die vorrangig von den Stimmen der beiden namengebenden Musiker geleitet wird. Auch dieser Song ist wieder überaus eingängig und lässt auch den Part des Gitarrensolos nicht außen vor. "Breaking Nepture" legt direkt mit starken Riffs vor und schnell setzen auch die beiden Stimmes Kiskes' und Sommervilles ein und perfektionieren die Melodien. Diese werden in dem Song vor allem durch die Gitarren bestimmt, was meiner Meinung nach rechtfertigt, "Breaking Nepture" zu einem der besten Titel des Albums zu küren. Ruhige, dunkle Streicher nehmen den begeisterten Zuhörer mit auf den "Ocean of Tears". Die Gesänge sind nun weitaus sanfter und gefühlvoller, passen sich also der Stimmung des Liedes an. Sowohl Schlagzeuger als auch Gitarren scheinen anfangs nicht von Nöten für die emotionalen Klänge, steigern aber zum Ende hin die Ausdrucksstärke von diesem Song. Nummer Acht "Open your eyes" wirkt im Gegensatz zum Vorgänger, genauso offen, wie es der Name vermuten lässt. Heller, schneller und eingängiger ist dieses Lied. "Last Goodbye" überzeugt mit ähnlich treibenden und optimistischen Klängen wie sein Vorgängertitel und punktet vor allem wieder durch die starken Stimmen der beiden Sänger.

Ein ruhigere Pause gönnt sich das Album "City of Heroes" mit dem relativ einfach gehaltenen "After The Night Is Over" bis sich "Run With A Dream" anschließt, der wieder dynamischer und schneller den Zuhörer mit sich reißt. Auch dieser Song überzeugt wieder mit abwechslungsreichen Melodien, guten Gesangparts und wundervollen Gitarrenriffs. Den Abschluss bildet "Right Now", der mit einem spannungsaufbauenden Intro beginnt und direkt seinen positiven, euphorischen Charakter offenbart. Auch wenn dieser poppige Song nicht mit den stärken Gitarrenklänge punktet, wirkt sein Refrain wieder unglaublich eingängig. Er zeigt wieder die stimmliche Stärke auf und rundet das Album angemessen ab.

Alles in allem ist "City of Heroes" mit melodischen wie eingängigen Songs bestückt (wobei letzterer Punkt bei dem einen oder anderen Hörer schnell das Gefühl der Eintönigkeit hervorrufen könnte). Das Album überzeugt mit stimmlicher Vielfalt bzw. Variabilität der beiden Sänger Michael Kiske (Ex-Helloween) und Amanda Somerville und ist im Ganzen eine großartige, starke Platte.

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