Review

KARI RUESLATTEN - To The North06.10.2015

KARI RUESLATTEN - To The North

KARI RUESLATTEN - To The North

verfasst von Kalle

Einmal abschalten und genießen bitte. Das Ganze zum mitnehmen und immer wieder hören? Könnt ihr bekommen. Kari Rueslatten aus Norwegen liefert die perfekte Musik um einfach mal aus der hektischen Welt zu entfliehen und abzuschalten. Ihr neues Album "To The North" widmet die Norwegerin ganz ihrer Heimat und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die meisten Lieder um den Norden drehen. Für mich als Liebhaber solcher Klänge bin hin und weg von diesen Melodien und der Stimme von Kari.

Kari sagt selbst in einer Erklärung zum Album, dass sie es mag die Hörer auf eine gewisse Reise zu schicken und das sie mit ihrer Musik Bilder in den Köpfen kreieren kann. Dafür nutzt sie dann wunderschöne Songnamen, die beim lesen schon die ersten Bilder entstehen lassen. "Battle Forevermore", "Three Roses In My Hands" oder "Dance With The King" sind nur ein Beispiel dafür, was sie sich hat einfallen lassen. Kari hat eine zarte Stimme, die sie gekonnt einsetzt, doch auch musikalisch ist dieses Album sehr vielseitig. Es ist natürlich auf ihre sehr zarte Stimme abgestimmt, dennoch so kreativ gemacht, das man verschiedene Instrumente im Ohr vernimmt. Es ist eine akustische Reise in den Norden, auf die ihr entführt werdet. Man muss genau hinhören um die Feinheiten der Songs zu erkennen. Als Beispiel ist bei "Dance With The King" die kleine Snare zu vernehmen, die so ein marschähnlichen Rythmus spielt. Es sind genau diese Feinheiten, welches das Album zu dem machen, was es aus meiner Sicht geworden ist.

Wer jetzt aber denkt, es kommen nur zarte Klänge und sanfte Melodien vor, die zum Träumen anregen, der wird sich an Songs wie "Letting Go" erfreuen. Hier kommt die kräftige Seite zu Tage, die Rauheit, welche auch zu Norwegen passt. Wenn man Kari einem Genre zuordnen möchte, so fällt das sehr schwer. Denn ihre akustischen Melodien und dann andersrum diese härteren elektrischen Gitarren lassen sich nur schwer zuordnen. Und ich denke der Komponistin sollte man zu Gute halten, dass sie hier eine Lücke gefunden hat, wo Künstler wie Loreena McKennit zu Hause sind. Eine kleine Überraschung hat sie mit ihrer Coverversion von The Byrds Klassiker "Turn, Turn, Turn" auf das Album gepackt. In so einer Version hab ich den Hit noch nie gehört und er gefällt mir in der so sanften Art sogar besser, als das Original.

Fazit:

Das Album nimmt euch wirklich auf eine Reise mit und lässt euch gepflegt abschalten. Ihr versinkt in eine Welt von Bildern und Geschichten. Macht euch eine angenehme Räucherkerze dazu an, euer Smartphone und Handy aus, Computer lasst ihr ebenfalls weg und legt euch einfach für die Zeit der Albumsdauer auf die Couch oder in den Sessel und entspannt. Gerne könnt ihr dazu auch ein heißes Bad im Kerzenschein nehmen. Einfach mal den Stress vergessen und handwerklich grandiose Musik genießen.

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