Review

KALEDON - Antilius the king of light14.12.2014

KALEDON - Antilius the king of light

KALEDON - Antilius the king of light

verfasst von Benno Hankers


Die 6-Mann Kombo KALEDON bringt in diesem Jahr ihre Scheibe Antilius the king of light auf den Markt. Der Bandname klingt erstmal nach Highlands, der Albumtitel nach Konzeptalbum, Auch das Cover macht klar: Hier geht es in Richtung Ritter, Burgen, Könige und Prinzessinnen.

Man kann also Power Metal erwarten. Die Ouvertüre In Aeternum stimmt kurzweilig und majestätisch in die Thematik ein. Es geht direkt mit dem recht komplexen Calm before the storm los. Der Eindruck des Covers bestätigt sich, Power Metal vom feinsten. Hier trifft Kamelot auf Brainstorm, das ganze gefüttert mit einem Keyboardteppich, was zu einem breiten und druckvollen Gesamtsound führt.

Friends will be enemies schießt eine ordentliche Doublebass Salve ab. Hinzu kommt ein sehr eingängiger Refrain und die Vocals sind, auch wenn keine umwerfenden Höhen eingebaut werden, optimal auf die Musik abgestimmt.
Auftritt Elisabeth. Eine schöne Ballade mit gefühlvollen female-vocals. Der Refrain ist super, die Strophe plätschert ein wenig vor sich hin. New glory for the kingdom hat ein Recht langes Intro, kommt dann aber so richtig in Fahrt. Wiedermal sehr amtliche Doublebass Arbeit und dazu gut aufeinander abgestimmte Dualgitarren. Hier stechen die Soli besonders heraus.

Und dann kommt eine ordentliche Breitseite Freedom Call mit dazu. Wenn ein Song schon The party heißt, dann liegt dieser Vergleich auf der Hand. Streicher mit einer Drumuntermalung die schon an Disco erinnert... Nun gut, aber der Song macht seinem Namen alle Ehre!

Musikalisch kommen bei The evil conquest nun nahezu Black Metalige Einflüsse mit hinzu. Die Snare wird gründlich malträtiert. Die Vocals bleibe clean, das ist gut so und so wird die Geschichte wirklich gut rüber gebracht. Sehr schöner Downtempo Teil übrigens auch!

Das dieses Album voller Einflüsse steckt ist wohl mittlerweile klar geworden. Light after darkness bringt dann noch die notwendige Dosis Gamma Ray mit ins Spiel. Ein wenig verschachtelter wird es dann wieder mit The angry vengeance. Bevor My will wieder eine ordentliche Schippe an Pomp drauf wirft. Hier werden Chöre sehr schön eingesetzt. Generell weist das Album eine Menge schöne Mehrstimmigkeiten in den Vocals auf.

Langsam zieht sich das Album ein wenig. Das heißt nicht, dass es langweilig wird, aber mit Insgesamt 80 Minuten Playtime und wenigen Stücken unter sechs Minuten wird es dann irgendwann doch schwer die Konzentration hoch zu halten. Das ist jedoch definitiv notwendig und lohnt sich. The glorious blessing ist ein wirkliches Aushängeschild des Albums und hat einfach alles was ein guter Power Metal Song braucht.

Zurück zum Thema Konzeptalbum. Der gute Antilius tritt am Ende des Albums ab, mit dem 9 Minuten Epos The fallen king endet das Album. Und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Antilius the king of light ist keine neue Metal Opera, KALEDON sind keine Rhapsody, aber irgendwie ist das ganze ein gut gelungener Mix aus dem was der Power Metal so zu bieten hat. Saubere Arbeit!

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