Review

KADAVAR - Rough Times19.10.2017

KADAVAR - Rough Times

KADAVAR - Rough Times

verfasst von Sebastian

Mit dem dritten Album Rough Times schmeißen die Berliner rund um KADAVAR ihr neues Werk auf den Markt und bescheren dem Trend und der Beliebtheit des Retro- / Oldschoolrocks ein paar neue Noten. Und soviel sei gesagt: Wer auf Psychodelischen Rock steht wird mal wieder nicht enttäuscht werden. Die Berliner erfinden sich und ihre Musik nicht neu, jedoch kann man hier wohl von ihrem abwechslungsreichsten und auch ausgereiftesten Album sprechen. Nach dem titelgebenden Opener Rough Times der mit einigen Höhen an dieser Stelle gut gewählt ist, geht es danach mit Into The Wormhole und Skeleton Blues direkt ein paar Etagen runter in die schwergewichtigeren und düsteren Ebenen von Kadavar.

Speziell Into The Wormhole kann mich trotz des gefühlt nur einzigen Riffs mitreißen. Monoton geht es hier auch an den Drums zur Sache aber es funktioniert! Das folgende Stück dürfte evtl. schon einigen Leuten durch die Singleauskopplung bekannt sein. Und als Single ist Die Baby Die wohl perfekt gewählt. Es ist wohl von den zehn Tracks das Massentauglichste Liedgut. Es ist der typische Kadavar Sound, jedoch auch das lockerste und das welches am besten ins Ohr geht. Vampires überrascht mich dann wieder mit teils sehr ruhigen aber wunderschön gespielten und gesungenen Passagen bis kurz vor Schluss ein geniales Gitarrensolo den Schlusspart des Songs einläutet.

Tribulation Nation, wieder ein geiles Stück was mich sofort durch die minimalistisch eingesetzten Drums gecatcht hat. Hier gibt es keine Abwechslung sondern fünf Minuten monotones rhythmisches Schlagen. Dafür wurden das erste Mal spacige Soundeffekte zu Beginn eingebaut die den ruhigen Song gut auflockern aber sich auch nicht in den Vordergrund drängen. Chilliger geht es bei You Found The Best In Me zu. Hier hätte nach den kurzen Trommeln am Anfang auch gut ein Reggaestück folgen können. Man kann schon erkennen das uns hier sehr viel Abwechslung auf der 45 Minütigen Scheibe erwartet. Daher denke ich das es bei den Senkrechtstartern auch weiterhin in rasendem Tempo bergauf gehen wird.

Denn bei Kadavar sind die CDs die eine Sache, aber Livekonzerte die andere. Ich konnte sie dieses Jahr das erste Mal live erleben und fand das sie Live komplett anders den Hörer erreichen als von Platte. Jeder der grob etwas mit der zuvor genannten Musikrichtung anfangen kann und die bärtigen Herren noch nicht kennt, sollte hier einen Kauf wagen.

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