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JOHN LANCASTER - A Penchant For Hell On Earth05.03.2015

JOHN LANCASTER - A Penchant For Hell On Earth

John Lancaster - A Penchant For Hell On Earth

verfasst von Karla The Fox

A Penchant For Hell On Earth ist eine EP, die Solo-Artist John Lancaster eingespielt hat und nun versucht, über das Internet in die Welt rauszubringen. 6 Tracks sind es, wovon der erste aber nicht wirklich zählt, weil es sich nur um ein kurzes Intro handelt, das so ähnlich zum Abschluss nochmal wiederholt wird.

Dazwischen wird es atmosphärisch dicht, düster, dreckig. Man kopple Muse mit Linkin Park und Slashs Snakepit und einer Prise Japanischen Horrostreifen und man erhalte eine Vorliebe für die Hölle auf Erden ("A Penchant For Hell On Earth").
Das Werk ist nicht das erste von John. 2010 gab es da "Phantom Moon", 2012 folgte "Crash Test In Progress", und dabei wurde jedes Artwork einen Tick spookiger und rätselhafter. Was will John Lancester uns sagen?

Ob in "Jerusalem Syndrom" religionsthematische Gesellschaftskritik steckt? Klingt in meinen Ohren danach. Es hat gleichzeitig einen starken James Bond-Blockbuster-Soundtrack-Charakter. Wäre interessant, zu wissen, welche Musiker den Pfad für Lancester legen und wer dem Album seine Stimme schenkt. Viele Informationen findet man zu dem Projekt nicht... und irgendwie glaube ich, das ist auch gut so. "A Penchant For Hell On Earth" ist keine Platte, um die ein großer Hype veranstaltet werden sollte und dessen Mitwirkende angehimmelt werden. Es ist mehr eine ausdrucksstarke Art, musikalischen Ambitionen Platz einzuräumen, die eine ganz eigene, mit Absicht nebulöse, Umgebung schaffen.
Lieber mal nur auf die Musik konzentrieren, nicht auf den Personenkult.

Nehmen wir die Tracks mal genauer unter die Lupe. Wie bereits gesagt, ist Part 1 der Titelnummer nur eine Einführung in das was kommt, mehr am Computer erstellt als an den Instrumenten. "Long Gone" schiebt dann den Sound mit Druck nach vorne, "Jerusalem Syndrome" ist das groovende Highlight von "A Penchant", "Penny Drops" ist das verspielteste Lied, "Water Under The Burning Bridge" hat eine interessante, schwankende Rhythmik und dann folgt noch einmal der ein Part 2 des Titelsongs. Der wirkt wie mitten aus einem anderem Track herausgeschnitten. Er ist aber viel länger als der Auftakt und nicht zwangsweise der gleiche Song. Schwierig zu definieren.

Over all eine kleine Reise ins düstere Reich der lebendig gewordenen Hölle, voller Rauch und lodernden Feuern.

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