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IRON KINGDOM - Ride For Glory12.07.2015

IRON KINGDOM - Ride For Glory

IRON KINGDOM - Ride For Glory

verfasst von Karla the Fox

Kleine Einleitung: Ich bin nicht 'true'. Alles andere als. Wenn überhaupt 'trüe', doch sogar das wäre gelogen. Folglich rückt ein Album für mich nicht in besseres Licht wenn ihre Schöpfer sich als Spieler des True Heavy Metals erklären. Genauso wenig wird es dadurch schlechter.

Iron Kingdom, eine vierköpfige junge Band deren Mitglied hinterm Schlagwerk weiblich ist, haben zum Teil eine klassische Ausbildung, sprich sie spielen Instrumente wie das Piano, früher oder später fanden sie dann alle zum Heavy Metal. Das geschah durch Bands wie AC/DC, Van Halen und Black Sabbath. Über den Umweg der Jugendband Twisted gründete sich dann die heutige Iron Kingdom Gruppe und alle hatten das Ziel, dem klassischen Heavy Metal (also doch Klassik ^^) ihren Tribut zu zollen. Ride For Glory ist ihr drittes Album. Neben den Helden des Heavy Metal ehrt es die harten Kerle der Geschichte, beispielsweise Leif Erikson. Das war der Typ aus Grönland der Vinland (Neufundland) entdeckt hat, lange bevor Kolumbus nordamerikanischen Boden betrat. Bei Erikson geht es noch recht friedlich zu, andere Lieder singen von nächtlichen Armeeattacken und Samuraikriegern. Nichts für schwache Nerven.

Für das an hard&heavy gewöhnte Ohr spielen Iron Kingdom leichte Kost, keinen Black oder ähnliches, die jedoch jedem wahren Metal Fan und Musikkenner (gerne aus dem Klassischen Bereich) mehr als bloß Musik in den Ohren ist. Chris Ostermans Stimme mag für diese Art von Musik prädestiniert sein (für viele andere Stile ginge sie gar nicht), sein Gitarrenspiel sowie das von Kumpel Kenny sind es ebenfalls, doch sie würde jeden Zuhörer begeistern. Iron Kingdom mögen viele Vorbilder haben, denen sie nacheifern, doch sie tun es mit Können, Respekt und zahlreichen eigenen Ideen. Dafür gebürt ihnen selbst ein wenig 'Glory'. Auch die Abwechslung der Tempi und Tonlagen gefällt. Es ist eben ein Album für Musikversteher, am allerbesten für diejenigen, die wirklich selbst musizieren/komponieren. Es fängt schon beim Intro 'On The Eve Of Battle' an. Jeder Ton und Übergang sitzt und alles aus diesen Läufen werde ich mit meinem Laienverständnis auch nicht erkennen. Exzellente Technik. Einziges Manko sehe ich darin, dass der Gesang auf Dauer anstrengend wäre. Er hat aber gar nicht so viel Gewicht, das meiste der Show gehört dem Musikspiel.

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