Review

INFINIGHT - Apex Predeator14.10.2015

INFINIGHT - Apex Predeator

INFINIGHT - Apex Predeator

verfasst von Robert K.


Was ist das denn? Ein Wortspiel aus Infinite und Night? Das sind in der Tat InfiNight. Die Saarländer gibt es bereits seit fast 15 Jahren und auf ihrer Reise durch den Power und Heavy Metal haben sie schon mit Größen wie Blind Guardian oder Powerwolf die Bühne geteilt. Nach den Alben "Sea of Knowledge" und "Like Puppets" heißt ihr neues Werk "Apex Predator". Schauen wir mal, wie lange die Nacht im Endeffekt wirklich dauert.

Knapp über 61 Minuten bringen die Saarbrückener hier auf die Dauerwaage und von Anfang bis Ende bemerkt man, die Einstellung der Band zum gierigen Menschen ist nicht rosig. Ihre Sicht wird hier durch eine Abwechslung zwischen packenden Kraftorgien sowie gefühlsbetonteren Liedern, wie "Times Go By", welche ich als Bon Jovi-Metal bezeichnen würde, realisiert. Der Titelsong "Apex Predator" ist ein Highlight, welches die Stimmung für gesamte Spielzeit von Beginn an aufheizt. Man schießt hier nicht gleich das ganze Pulver heraus, sondern setzt einen Ton. Ehrlich gesagt, ist es erstaunlich, wie Musik von der ersten Minute zum Mitsingen bewegen kann - hier ist das der Fall, auch wenn man den Text nicht kann, hat man das Gefühl, dennoch irgendetwas zu unternehmen. Als Alternative zum Gesang steht auch das Kopfschütteln im Takt zur Verfügung.

Wer sich Letzterem verbunden fühlt, sollte sich aufwärmen. Das Erlebnis ist nicht durchgängig in einem Tempo und bewirkt dadurch keine Narkolepsie. Ein kleiner Wermutstropfen - ein wirklich kleiner - bleibt leider nicht aus. Das Schlagzeug hört sich stellenweise schlecht abgenommen an und der Bass brummt manchmal etwas in die Übersteuerung. Wer darüber hinweg hören kann und auch wer das nicht kann, sollte es auch. Es warten einige schöne Minuten.

Sieht man mal von einer gewissen Genre-Ermüdung meinerseits nach exzessivem Hammerfall-Genuss ab, so wird man hier wahrlich seine Freude haben - nicht nur als Heavy und Power Metal-Fan. Die Band bietet hier eine facettenreiche Klangtorte, von der sich jeder ein Stück nehmen darf. Das Sahnehäubchen sind die Texte, die etwas zum Nachdenken bieten: Sind wir die Spitze der Nahrungskette oder nur ein Rat mit beschränkter Subjekte?  

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