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INCURSED - Amalur (LP) and The Slavic Covenant (Ep)25.10.2017

INCURSED - Amalur (LP) and The Slavic Covenant (Ep)

INCURSED - Amalur (LP) and The Slavic Covenant (Ep)

verfasst von Sebastian

Von Incursed gab es gleich zwei Scheiben in einem Paket. Die Spanier ließen mir die Platte Amalur und die dazu gehörige EP The Slvic Covenant zukommen. Also die volle Dröhnung an spanischem Viking Metal. Spätestens jetzt sollten schon mal die grundsätzlichen Themen mit denen wir uns in den Songs befassen feststehen, es wird die Natur besungen und ordentlich über Kriege / Schlachten gesungen.

Gesungen, ja... da sind wir bei meinem Hauptproblem mit dem wirklichen kleinen aber feinen Album. Aber betrachten wir doch zuerst den Opener. Lurraments öffnet uns die Tür zum Album mit feinstem Folk. Auch wenn es sich noch nicht um Metal handelte war mir klar das die Scheibe ordentlich was können wird. Man merkte sofort die Detailverliebtheit im Song. Auch der folgende Track Cry Havoc! ist nicht von schlechten Eltern und die Drums hämmern sich sofort ins Trommelfell und sind über den ganzen Song (und fast das ganze Album) nicht mehr zu stoppen. Der einsetzende Gesang klingt erst etwas Hymnenhaft und steigert sich über Schlachtrufartige Passagen ins growlen. Alle Facetten von Incursed werden gezeigt und das verdammt gut!

Aber kommen wir zu meinem bereits angesprochenen Problem mit der Platte das ich anhand von Psalm Of The Accursed erläutern möchte. Der Song startet mit ballernden Drums, Cleangesang setzt ein und es wird gegrowlet. Nach zwei Minuten wird das Gitarrenspiel ei wenig in den Vordergrund gerückt und sorgt somit für Abwechslung mit dem Gedanken: Oh die Gitarre gibt es ja auch noch.

Das Geballer setzt wieder ein und am Ende gibt es als Topping einen kurzen Akkustikpart mit einer super Violine. Und diese Songstruktur lässt sich in zu vielen Liedern entdecken. Akelarre startet mit einem coolen Rhythmus und Folkanteilen bis der Track wieder in ein ähnliches Muster verfällt. Aber dieses soll kein Verriss sein sondern eher bedeuten das ich die Platte nicht an einem Stück hören müsste. Die Songs einzeln genommen sind gut und strukturiert aufgebaut und bieten für jeden der mit der groben Richtung von Viking / Pagan etwas anfangen kann etwas.

Aber als komplettes Album eben doch zu wenig. Ich wüsste auch nach mehrmaligem Hören keine Melodie oder ein Vocalpart den ich mit Incursed in Verbindung bringen würde. Außer A Crownless King. Und ja es ist natürlich die übliche Ballade. Diese sticht allerdings auch durch Ibone, die Sängerin, heraus die sich den Gesang mit Miguel teilt. Fear a Bàáta ist säter der Rausschmeisser und hinterlässt nochmals einen sehr positiven Eindruck. Ich finde auch, dass der Gesang voller und kräftiger klingt als bei dem Rest. Auf der EP befinden sich dann noch zwei weitere Songs die nicht auf dem Album vertreten sind. Dabei handelt es sich um Wild! welches nahezu ein schönes Akkustikstück ist. Der zweite neue Song ist ein Cover von A-Ha und trägt den Titel Take On Me und geht gut ins Ohr.

Es wurde nicht komplett verändert aber Incursed gibt dem Track doch ihre eigene spezielle Note. Zum Schluss kann ich sagen, dass die Platte und auch die Personen dahinter ordentlich was können. Nur an ein wenig mehr Abwechslung sollte noch geschraubt werden. Einzelne Songs werden aber definitiv ihren weg in meine Playlist finden.

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