Review

IMPELLITTERI - Venom15.04.2015

IMPELLITTERI - Venom

Impellitteri - Venom

verfasst von Karla the Fox

Mit Impellitteri und Venom ist mir was recht Skurriles unter gekommen. Niemand aus meinem Umfeld kennt die Band (sagt Facebook ^^). Wenn man sich die Kommentare und so anschaut, merkt man, dass Impellitteri vor allem in Japan ein großes Ding zu sein scheint. Der ersten Bericht, auf den man stößt, wurde nicht etwa vom Metal Hammer oder ähnlichem veröffentlicht sondern in der Huffington Post.

Wegen des Namens der Band heißt es einerorts, sie kämen aus Italien (gar nicht so abwegig, aus diesem Land gibt es einige interessante Metal Gruppen), andernsorts steht, sie seien aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Egal wo sie herkommen oder wo sie beliebt sind, das Ziel von Impellitteri, vor allem mit ihrem neusten Album ist, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Sie sagen selbst, bis zum Perfektionismus an den Songs herum gebastelt zu haben, bis sie melodisch genug sind, um auch solche Hörer zu halten, die nicht als Lieblingsgenre den Heavy Metal angegeben haben und allen voran auch Frauen.
Haben die vier dafür ganze 6 Jahre gebraucht, dieses Ziel zu erreichen? Das letzte Album, Wicked Maiden, feierte nämlich im Jahr 2009 seine VÖ. Gitarrenmagier und Bandzentrum Chris Impellitteri sagt dazu, sie hätten zwischenzeitig an anderen Projekten gearbeitet, mitunter in einem namens Animetal USA (also stammen sie doch aus den USA und haben ganz gezielt für Japan musiziert), und deshalb habe sich die Produktion von Venom verschoben.

Recherche check, kommen wir zum Ton. Hut ab vor Chris' Gitarrenspiel! Er wurde nicht umsonst mit "Schnellster Gitarrist der Welt" betitelt. Weiß nicht, ob er das faktisch ist, aber sein Spiel verdient in dieser Hinsicht große Beachtung. Seine Soli sind rasend schnell und dabei immer noch scharf und präzise. In Kombination mit Sänger Rob Rock bildet Chris ein unschlagbares Duo. Die beiden jagen von Song zu Song, von Intro zu Chrous zu Solo zu Finale und wieder von vorne, ohne müde zu werden. Impellitteri schrauben ihre Geschwindigkeit so gut wie nie runter. Stattdessen kreieren sie einprägsame Linien, die aber immer aggressiv genug bleiben um nicht anzuöden.

Basser James Pulli und Drummer Jon Dette runden das Spiel ab. Keiner gönnt hier dem anderen was, meint man beim Hören, jeder will mal auf die Pole Position und das Album für sich gewinnen. Dadurch bekommt es eine enorme Power.

Ich ziehe erneut den Hut vor Chris, Rob und Co. und denke mir, da gehört schon einiges dazu, solche speedigen und doch massentauglichen Songs zu schreiben und zu spielen. Genauso finde ich aber auch, dass man zum Hören von Venom wach sein muss und darauf eingestellt. Sonst wird einem der Zauber doch bald zu hektisch. Nicht empfohlen für Autofahrten - man wird wahrscheinlich übermütig dabei....

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