Review

ILLUMINATA - Where Stories Unfold04.02.2015

ILLUMINATA - Where Stories Unfold

ILLUMINATA - Where Stories Unfold

verfasst von Jenny G.

Wenn Metal auf Filmmusik trifft, dann hört man Illuminata. Die österreichische Symphonic Metal Band um Sängerin Katarzyna Nieniewska ist für ihren besonders orchestralischen Sound bekannt.

Nachdem 2011 ihr erstes professionell produziertes Album "A world so cold" auf den Markt kam und das volle Potential der Band zur Geltung kam, sind die Erwartungen an das neuste Werk mit dem neugierig machenden Namen "Where Stories unfold" entsprechend hoch. Auch das Cover der Scheibe, ein surreales Kunstwerk von Mario Nevado entworfen  lädt zum Spontankauf ein.

Bereits die ersten Töne lassen einen an einen Abend vor dem Fernseher mit Disney-Filmen denken. Spätestens wenn dann endlich das Gitarrengewitter einsetzt wird klar: Die Band hat einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Die einzelnen Stücke sind besser arrangiert und durchdacht. Zwar lassen einen manche musikalische Umbrüche im Song die Stirn runzeln, aber ich glaube fast, das ist Absicht. Jeder einzelne Song erzählt eine kleine Geschichte, die Texte werden musikalisch mit hörbar viel Liebe zum Detail unterlegt, dass sie wirklich dynamisch und "lebendig" wirken. Man wünscht sich Bilder dazu - nicht nur im Kopf! Klangfarbe und Tempo sind abwechslungsreich und lassen die Platte nicht langweilig werden, wenn man sich drauf einlässt. "Where stories unfold" ist nämlich sicherlich keine Platte, die als Hintergrund Musik dient. Eingeschworene Metalfans könnten der Band übelnehmen, dass Schlagzeug und Gitarren eher ein wenig in den Hintergrund geraten und dem Sound eigentlich nur noch eine harte Note verleihen als wirklich im Mittelpunkt zu stehen.   

Illuminata erfinden sich selbst und das Genre nicht neu, werden aber den Erwartungen gerecht und liefern aber ein tolles Album, das beim ersten hören nicht so klingt, als hätte man es schon hunderte male im Plattenspieler gehabt und sind Szenekollegen wie Nightwish etc. da einen Schritt voraus.

Allerdings finde ich, dass Sängerin Katarzyna stimmlich nicht ganz mit den Genre-typischen Goldkehlchen mithalten kann und der Gesang zu überladen und zu schwer für diese Stimme wirkt.

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