Review

HONEYMOON DISEASE - Part Human, Mostly Beast14.08.2017

HONEYMOON DISEASE - Part Human, Mostly Beast

HONEYMOON DISEASE - Part Human, Mostly Beast

verfasst von Karla the Fox

'Part Human, Mostly Beast' braucht noch eine Weile, bis es offiziell veröffentlicht wird. Umso interessanter war es, das zweite Album der Schweden Honeymoon Disease anhören zu können, denn sie werden überall erwähnt und schienen somit vielversprechend. Beim ersten Anblick des Fotos und als ich las, dass sie aus Schweden kamen, musste ich zwangsweise ein bisschen an ABBA denken. Und auch wenn Jenna, Acid, Cedric und Jimi viel dunkler rüberkommen und keine zwei Ehepaare mit den gleichen Initialen sind, gibt es Parallelen: Ein gewisses Können und die Zeitlosigkeit. Schwer zu sagen, wie Honeymood Disease das genau anstellen, doch ihre Musik vereint mühelos das Modernste und allgemein Verträglichste, was die Musikwelt zu bieten hat mit den revolutionären Anfängen des Rock'n'Roll. Es swingt und groovt, ist nach Angabe der Plattenfirma vom Soul inspiriert und hat in der Tat ein paar Harmonien, dirty Notes und druckvolle Gesänge. Bass, Drums und Gitarre setzten starke Akzente, es ist Musik, die in einer Bar jeden aufmerksam zuhören lässt und auf der große Bühne am besten in die Dämmerung passen würde. Es gibt ein bisschen Rockabilly, ein bisschen Indie oder Alternative, straigt forward Hard Rock, es ist nicht ganz so einfach strukturiert wie der klassische Popsong und könnte trotzdem allgemein populär werden. Jedenfalls manche Stücke.

Im Verlauf des Albums (12 Songs) wird der Sound etwas langatmig. Doch das Feeling an sich lässt nicht nach. Man möchte tanzen und bis zum Morgen mit Freunden wachbleiben. Die weiblichen Gesangsstimmen und wie sie abgemischt sind, geben dem ganzen eine angenehme Leichtigkeit. Von Zeit zu Zeit wechselt die Stimmung auch in Moll, aber immer so, dass es noch zum Träumen einlädt.  Ich bin vom künstlerischen Talent der neuen Band voll und ganz überzeugt. Man hat die einzelnen Songs, wenn man sich intensiv auf sie konzentriert, aber auch schnell wieder vergessen. Es ist eher Musik, die für ein bestimmtes Feeling sorgt als Ohrwürmer wie z.B. ABBA sie kreieren. In diesem Punkt unterscheiden sie sich also klar. Wenn 70er, dann ähnelt der Sound von HD eher den Hippie und Rockbands dieser Zeit, etwas verträumt und verkünstelt. Ich würde es ja gerne auf den Punkt bringen - aber ich kann nicht. Vielleicht ein Punkt noch: so wirklich viel Beast steckt hier nicht drin. Ich finde, das ist, vor allem im Vergleich zu mancher Metalband, sehr menschliche Musik.

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