Review

HELLOWEEN - My God Given Right29.05.2015

HELLOWEEN - My God Given Right

HELLOWEEN - My God Given Right

verfasst von Kalle


Ich habe eine ganze Weile auf die Platte hingefiebert und war heiß wie Frittenfett auf die neue Scheibe von Helloween. Die Geschichte der Band und zahlreiche Live Auftritte konnte ich bereits verfolgen und die Band setzt mich immer wieder in Erstaunen. Klappt es jetzt mit dem neuen Werk auch? Das erste Mal anhören war für mich eine Wundertüte, beim zweiten Mal hören, hat man hier und da den Sinn der Platte verstanden, den sich die Band selbst ein wenig auf die Fahne geschrieben hat. Sie wollten nämlich ein wenig zurück zu den Wurzeln und das aber im 21. Jahrhundert. Die Platte rotierte mehrmals durch meine Ohren und immer wieder denke ich mir... ja verdammt, sie haben es geschafft.

Dennoch kommt ein kleines Aber in meiner Kritik zur Platte hervor. Man hat vielleicht ein wenig zu viel gemacht. Manchmal klingt der Sound doch etwas zu fett und die Stimme zu eintönig. Das ist aber Nörgeln auf hohem Niveau und ich weis was Helloween für eine starke Band sind. sie haben mit dem Album ein sehr kreatives Werk an den Start gebracht. Ob es nun an den melodischen Gesanglinien oder den rasanten Gitarren liegt, das sei jedem Hörer selbst überlassen. Die Platte wirkt fröhlicher als "Straight Out of Hell" oder gar "7 Sinners". Hier könnte man fast sogar eine Kooperation mit Freedom Call vermuten, so wie manch Track klingt. Andi Deris kann hier seine Stärken ausspielen, denn er liebt es ja sehr langgezogen zu singen. Das liegt ihm und das spührt man. Was Michael "Weik" Weikath an der Gitarre vollbringt ist wieder so ganz typisch er. Wer schon einmal auf einem Konzert gewesen ist, der kennt ihn mit Zigarette im Mund und mit einer Leichtigkeit an den Saiten, das ist einfach nur Coolness pur. Und genau so wirkt das Gitarrenspiel auf dem Album - einfach cool. Locker und flockig sausen die Gitarrensolo nur durch eure Gehörgänge. Aber auch Sascha Gerstner an der Gitarre wollen wir nicht zu kurz kommen lassen, denn er liefert an der zweiten Gitarre ebenfalls einen geilen Job ab. Richtig austoben durfte sich auch Schlagzeuger Daniel "Dani" Loeble. Die Songs bieten ihm beste Voraussetzungen für ordentlich Schnelligkeit auf der Fußmaschiene. Der Einzige der mir ein wenig zu kurz kommt, das ist leider Markus Grosskopf am Bass. Ich tue mich immer schwer seine tiefen Töne heraus zu hören. Liegt wahrscheinlich an meinem verkorskten Gehör. Wobei beim Titeltrack er eine ganz starke und hörbare Passage hat.

My God Given Right ist eine kleine Spielwiese für die Band, die hier wirklich den Spagat geschafft hat, ein wenig die alten Wurzeln aufzugreifen und mit Neuen zu vermischen. Eine richtige Knallerhymne ausmachen kann ich hier nicht, denn jeder Track spricht für sich und somit für die Vielfalt die in der Spielweise von Helloween steckt. Da birgt sich natürlich die Gefahr, das man von zu vielen Eindrücken erschlagen wird. Da kann ich euch beruhigen, haben Helloween es doch geschafft eine anständige Mischung zu finden. Die Platte reiht sich anständig in die bisherige Diskografie ein. Wer mit Helloween noch nie vorher zu tun hatte, findet ihr in jedem Fall ein gutes Einsteigeralbum, um sich mit den Sound der Band vertraut zu machen.


Tracklist:

Heroes
Battle´s Won
My God Given Right
Stay Crazy
Lost In America
Russion Roulé
The Swing Of A Fall World
Like Everybode Else
Creatures In Heaven
If God Loves Rock´n´Rol
Living On The Edge
Claws
You, Still Of War

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