Review

HELKER - Firesoul30.05.2017

HELKER - Firesoul

HELKER - Firesoul

verfasst von Ben S.

Dass die Metal-Szene in Südamerika mindestens genauso heiß ist wie dortiges Wetter, ist ja hinlänglich bekannt. Doch leider schwappt nur recht selten der ein oder andere musikalische Einfluss, Eindruck oder gar Bandname in unsere Breitengrade und schafft es, auf sich aufmerksam zu machen. Sehr schade, wenn Ihr mich fragt. Denn "Helker" beweisen mit ihrem aktuellen Album "Firesoul", dass es sich absolut lohnt, seine Fühler mal ein wenig weiter auszustrecken und seine Horizonte zu erweitern.

Dies hat sich anno 2013 wohl auch der gute Matt Sinner gedacht, als er das erste englischsprachige Album von der als Argentiniens wichtigste und aktivste Metal Band geltende Truppe produzierte. Das der kreative und sympathische Kopf  hinter "Sinner", "Primal Fear" und "Voodoo Circle" auch bei "Firesoul" wieder auf dem Sessel des Produzenten platzgenommen hat, verwundert kein wenig und bürgt für die Qualitäten des südamerikanischen Quintettes.

Dicke Riffs, klasse Melodien, wohl komponierte und arrangierte Songs und ein Sänger, der frappierend an den "kleinen Mann mit der großen Stimme" erinnert. Ganz recht, Vokalist Diego Valdez hat zwar optisch absolut keine Ähnlichkeiten mit dem viel zu früh verstorbenen Ronnie James Dio, aber seine Stimme... Meine Güte. Würde man es nicht besser wissen, könnte man meinen, ein geniales Spätwerk von Ronald James Padavona lauschen zu dürfen. Wobei Valdez nicht im geringsten als Imitator auftritt. Seine tiefe Klangfarbe (tiefer als die von Dio) und seine gesangliche Harmonie wirkt sehr natürlich und nicht erzwungen. Sehr kraftvoll und voller emotionaler Stimmgewalt.

Generell könnte man meinen man höre hier ein Best-Of-Mash-Up von Dio, Judas Priest etc. Aber das würde Helker nicht gerecht, denn sie besitzen genügend Eigenständigkeit, um für sich und ihre Musik selber stehen zu können.
Trotzdem... So gut das eigene Songmaterial auch sein mag und man sich echt auf mehr freuen kann, weggeblasen hat mich der letzte Track dieses Albums. Als Bonus gibt es ein Cover des Black Sabbath-Klassikers "Neon Knights" und dieses wird mit so viel Energie, Druck und Eindringlichkeit vorgetragen, dass es mich echt umgehauen hat. Chapeau meine Herren.

Wenn Ihr nicht gerade nur auf Black-, und / oder Death-Metal abfahren solltet, ist dies hier Pflicht für jeden Metalhead und sollte alle zufriedenstellen. Mui bien!

Tracks:

01 Genesis (Intro)
02 Fight
03 For All The Eternity
04 Playing With Fire
05 The One
06 Where You Belong
07 You Are In My Heart
08 Empty Room
09 Leaving Out The Ashes
10 Stay Away
11 Break Your Chains
12 Firesoul

Bonustracks:

13 Rise Or Fall
14 Neon Knights




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