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HEAVEN´S GUARDIAN - Signs30.01.2017

HEAVEN´S GUARDIAN - Signs

HEAVEN´S GUARDIAN - Signs

verfasst von Kalle

Es gibt so Alben, da kann man sich direkt ins Intro reinlegen und das Umfeld komplett vergessen. Die glorreichen Sieben von Heaven´s Guardian präsentieren genau solch ein Intro auf ihrem dritten Album. Die Band aus Brasilien existiert bereits seit 1997 ist aber in Deutschland weitesgehend unbekannt. Schade eigentlich, weil Potential ist da. Es ist nicht die übermäßig fette Produktion auf dem Album. Es hat seine kleinen Ecken und Kanten, doch im Gesamten stimmt es. Die verschiedenen Stimmen, welche von Sänger Flâvio Mendez und Olivia Bayer kommen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Er klingt nach einer Mischung von Chris Boltendahl (Grave Digger) und Andy B. Franck (Brainstorm) - sie klingt nach Amy Lee (Evanescence), Charlotte Wessels (Delain) und ein wenig Simone Simons (Epica). Musikalisch erfinden die Sieben jetzt das Rad nicht neu.

Insgesamt warten auf dem Album zehn Tracks (incl. Intro), mit meiner Mindestspiellänge vonnicht unter fünf Minuten je Song. Das ist schon amtlich und bietet somit auch viel Zeit für viel Überraschungen. Doch die bleiben leider aus. Es gibt nicht den einen Track, der dermaßen raus sticht, es gibt auch nicht das Lied, was dermaßen alles runter zieht. Es ist ein solides Album, was gut zu hören ist, sich aber doch stark auf den Gesang fokusiert. Der übertönt aus meiner Sicht zusehr die musikalischen Parts, wobei es ausgedehnte Instrumentalpassagen gibt. Aber es fehlt der Platte das gewisse Etwas, was man immer so schwer beschreiben kann. Das Fundament ist da, doch es hat nur zum Richtfest gereicht. Die Vollendung fehlt irgendwie. Hat man Songs wie "Time", "Strength", "Fantasy", "Dream", oder "War" durch und hat das Album durch, fragt man sich nach der ganz besonderen Stelle. Ihr werdet wohl eine Weile suchen und für euch die ganz besondere Nummer finden. Für mich das Album leider nur gutes Mittelmaß, aber kein Reinfall.

Es ist für mich eh etwas merkwürdig, warum man seit 1997 existiert und erst zwanzig Jahre später zum dritten Album kommt. Die Bandgeschichte werde ich mir jetzt mal genauer anschauen und dabei noch ein paar Mal reinhören. Vielleicht bleibt dann etwas hängen. Ein Album für Nebenbei... zu großen Höhenflügen wird es leider nicht reichen.

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