Review

HEATHEN FORAY - Into Battle27.04.2015

HEATHEN FORAY - Into Battle

HEATHEN FORAY - Into Battle

verfasst von Kalle

Meine Damen und Herren, ihr steht auf Amon Amarth gemischt mit Ensiferum und Rammstein? Dann seid ihr hier genau richtig. Heathen Foray aus Österreich bringen euch genau diese Mischung auf die Ohren und es hört sich irgendwie geil an, was da von unseren Nachbarn kommt. Ich hab mich ja vom Stil Pagan Metal leiten lassen und in der Beschreibung an dem Vergleich mit Amon Amarth orientiert, als ich das Album das erste Mal gehört habe. Aber schon beim ersten Hören waren weitere Einflüsse zu merken, aber das Album ist ein Kandidat für Dauerschleife im CD Player.

Die fünf Jungs gründeten sich 2005 und bringen mit dem Album ihr bereits viertes Werk auf den Markt. Und was ihr da erwarten dürft ist eine interessante Mischung aus englischen und deutschen Texten, gemischt mit ein paar anderen Sprachen. Der Opener "Fight" und "Silence" werden euch in jedem Fall gleich bekommen. Hier ist der Pagan Metal sehr eindrucksvoll zu spüren. Mit den richtigen Boxen wird eure Bude wackeln. Speziell bei "Silence" musste ich immer wieder die Lautstärke erhöhen, weil der Track gehört laut gemacht. "Fight" hat mir dann noch ein Tick zu viel Klargesang dabei. Das ist bei "Silence" nicht der Fall, denn hier finden sie eine gute Mischung, die zu den harten Riffs passt. Anschnallen ist angesagt, denn schon früh im Track gibt es ein sattes Solo zu hören.  

"Wofür Ich Streit" ist dann, wie ihr lesen könnt, der erste Song in deutscher Sprache und hat etwas von einer Mischung aus Rammstein, Equilibrium und Varg. Leider ist den Kollegen in der Beschreibung ein Fehler unterlaufen, denn in meiner Playliste des Albums ist es statt Track Nummer drei, der vierte Song schon. Da scheint etwas durcheinander gekommen zu sein, was passieren kann. Hoffen wir nur, dass es auf dem Album selbst nicht auch der Fall ist. Dem Rest des Albums kann man ansich kurz fassen. Die englischen Titel knallen derbst rein und gefallen mir sehr. Bei den Songs in deutscher Sprache muss ich immer etwas abwegen. Ich sagte ja eingangs, die Platte hat was für eine Dauerschleife im CD Player und dabei bleibe ich auch, aber das würde ich wirklich mehr auf die Songs in Englisch beziehen.

Diese Mischung aus zwei Sprachen und der damit verbundenen veränderten Melodien ist doch etwas zu weit hergeholt. Ich würde den Jungs empfehlen bei den sehr kräftigen Pagan Songs zu bleiben und keinen Ausflug in die deutsche Sprache zu machen, wo man dann in Richtung Varg oder gar Rammstein, wie beim Song "Knüppeltroll", geht. In dem ruhigen Song "Freundschaft" kann man das mal bringen, sollte aber eine Ausnahme bleiben. Man verliert durch diese verschiedenen Gesangstile etwas den Faden in dem Album, der durch den so geilen Auftakt entstanden ist. Musikalisch ist das Werk wirklich klasse geworden und daher von mir eine Empfehlung für alle Fans von Amon Amarth und Co. Man muss sich halt auf kleine Experimente einstellen, die euch auf dem Silberling erwarten werden. Und damit meine ich nicht nur den vorletzten Song "Wigrid", der als episches Instrumental daher kommt oder den Akustiktrack "Winterking", der die etwas andere Seite der Österreicher zeigt.

Ich möchte auch nicht zuviel vorweg nehmen... die Platte hat Potential und wenn man sich auf eine Sprache einigt, vorzugsweise Englisch, dann sehe ich die Band bald mit Amon Amarth und Co. gemeinsam auf einer Bühne. Habt ihr ganz gut gemacht Nachbarn.

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