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H.E.A.T. - Into the Great Unknown27.09.2017

H.E.A.T. - Into the Great Unknown

H.E.A.T. - Into the Great Unknown

verfasst von Karla the Fox

Auf das Album von H.E.A.T. war ich besonders gespannt. Die ersten ausgekoppelten Singles stießen bei den Fans auf gemischte Gefühle. Zu poppig, zu seicht, zu "normal" waren Beschreibungen, die fielen. Oder schlichtweg zu wenig besonders dafür, dass die Band aus Schweden für zwei Jahre wie von der Bildfläche verschwunden war. Jetzt ist es also draußen, das komplette 'Into the Great Unknown'. 

Dass es spacig auf dem Album zugeht, sieht man schon auf dem Cover. Doch ich kann euch beruhigen, auch wenn Elemente davon vorhanden sind, ist das Album nicht durch und durch zu Elektropop geworden. Die Gitarrenriffs und Soli sind geblieben und auch die Stimme von Erik Grönwall ist für gewöhnlichen Pop zu rockig. Der Opener "Bastards Of Society" ist sogar ziemlich heavy. Auch andere Songs wie "Shit City" haben eine starke Hard Rock-Energie. Dennoch bleiben sie leicht verdaulich, und genau das wünscht man sich doch von H.E.A.T. Ich denke, auch wenn Songs wie "Time On Our Side" einen Touch von Coldplay, 30 Seconds To Mars, den Imagine Dragons und ähnlichem haben, auf der richtigen Anlage gespielt machen sie was her. Da merkt man, warum viele Menschen genau solchen Sound mögen. Er fängt einen ein. Dafür hat "Best of the Broken" einen Einstieg, der verdächtig nach Metallica klingt und "Blind Leads the Blind" eine Orgel, wie zum Beispiel Uriah Heep sie benutzen. Insgesamt hat das ganze was von Adam Lambert. Das ist der, der inzwischen als Frontmann mit Queen auf Tour geht. Seine Soloalben sind so ähnlich wie dieses hier. Doch trotz all der Vergleiche bleiben H.E.A.T. sie selbst. Mit "We Rule" liefern sie einen Feuerzeuge-hoch-Song per Definition und "Do You Want It" ist fast schon lustig. Krass, kann dieser Mann hoch singen! 

Wie fällt also nun das Urteil aus? Schwierig zu sagen. Zum einen stimmt es, dass die Schweden auf modernen und teilweise seichten Pfaden wandeln. Andererseits klingt ihre Musik einfach gut, bleibt ewig im Schädel hängen und ist schön abwechslungsreich. Warum H.E.A.T. in der Zwischenzeit nicht live gespielt haben, verstehe ich noch immer nicht. Aber das werden sie ja jetzt nachholen... Macht es ihnen nach. Wagt euch mal ins große Unbekannte.

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