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GRAND MASSIVE - 215.02.2015

GRAND MASSIVE - 2

Grand Massive - 2

verfasst von Jana W.


Die erste EP dieser 2008 gegründeten Band war bereits ein großer Erfolg in der Szene, und nun geht die fünfköpfige Band in die zweite Runde. Ganz schlicht und einfach wurde diese zweite EP von Grand Massive betitelt: 2. Und diese Zweite klingt so unbayrisch, wie man es sich nur vorstellen kann.

Der Name der Band dagegen hält, was er verspricht. Der Sound ist massiv und schwer, und kombiniert Heavy Metal mit Einflüssen aus Stoner und Doom. Das Ergebnis (Achtung, Spoiler!) kann sich dabei wirklich sehen, beziehungsweise hören lassen.

Sound Of War und Backseat Einstieg in das Album musizieren sich bereits durch die ganze Bandbreite von dem, was die Band zu bieten hat. Ein langsamer, tragender Rhythmus mit viel Bass und tief gestimmten Gitarren wird immer wieder unterbrochen von schnelleren Parts und melodischerem Riff, der sich von der Doom- Stimmung der beiden Songs abhebt. Zwischendurch ist dann kaum noch Doom zu hören, stattdessen hellere Riffs, wenig Bass, und ansprechende Soli. I Am Atlas bedient sich eines ähnlichen Stils, indem die Einflüsse des Doom Metal durch langsamere Stoner Riffs untermalt werden.

Embracing The Eye und My Own Sickness sind zwei der schnelleren, weniger schwermütigen Titel auf der EP. Die beiden Songs strotzen anstatt mit Bass und Verzerrung viel mehr mit helleren Gitarren, schnelleren Rhythmen und durchaus eindrucksvollen Solos.

Woods steht mehr oder weniger zwischen den beiden Gesichtern der Platte. Der Titel wartet auf mit einem überraschenden Konzept und sticht dadurch besonders aus allen Tracks hervor. Woods ist ein betont langsamer, sehr Gesangsbetonter Song. Tatsächlich ist die beinahe einzige instrumentelle Begleitung zur Gesangsstimme eine langsame, tragende, eher leise Gitarrenmelodie ohne viel Ausschmückung durch Akkorde, Tempo- oder Lautstärkewechsel oder sonstiges. Untermalt wird der Song außerdem durch einige nicht- instrumentelle Hintergrundgeräusche.

Fazit: Die Scheibe hat einen durch und durch stimmigen, einheitlichen Song, und trotzdem klingt dann doch jeder Titel ganz anders als der Letzte. Jeder Titel findet seinen eigenen Stil, ohne übermäßig zur einen oder anderen Seite ausbrechen zu wollen. Mit einziger Ausnahme von Woods, das einen bewussten Bruch im gesamten Klang der EP darstellt, und sich durch das interessante Konzept zu meinem persönlichen Favoriten gemausert hat. Hier und da lässt "2" vielleicht ein wenig an Druck vermissen, einige Titel könnten durchaus eine Art energetischen Höhepunkt vertragen. Alles in Allem ist diese EP aber weit mehr als hörbar, und definitiv eine Anschaffung wert.

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