Review

GLORYHAMMER - SPACE 1992 - Rise Of The Chaos Wizards04.09.2015

GLORYHAMMER - SPACE 1992 - Rise Of The Chaos Wizards

GLORYHAMMER - SPACE 1992 - Rise Of The Chaos Wizards

verfasst von Kalle

So Kinders... jetzt heißt es aber mal richtig anschnallen und Ohren auf Lauschstellung gebracht. Diese Platte ist Nichts für schwache Herzen oder Schlafmützen. Was Gloryhammer hier abfeuern... das ist pure Energie, Power und Geschwindigkeit. Scheiße ist das Geil!!! Wie man ein Thema entwickeln kann und es so umsetzt ist grandios. Das erste Album kam 2013 heraus und hörte auf den Namen "Tales From The Kingdowm Of Fife". Da ging es um Angus McFife, wie er den bösen Zauberer Zargothrax in ein kaltes Gefägnis brachte. Das war im Jahre 992. Jetzt geht es ins Jahr 1992 und böse Mächte haben den Zauberer aus seinem Gefägnis befreit. Euch werden in den elf Songs, inklusive Intro, so manch Geschichten geboten, die euch quasi wegblasen werden.

Ihr bekommt grandiose Hymnen wie "Legend Of The Atral Hammer" oder "Heroes (Of Dundee)" geboten, man entführt euch in die Geschichte der Auferstehung des Zauberers "Rise Of The Chaos Wizards" und man stellt euch den "The Hollywood Hootsman" vor. All das mit einer teils atemberaubenden Geschwindigkeit und doch so leicht wirkenden Melodien. Mit Thomas Winkler hat die Band einen grandiosen Sänger, der diese Höhen perfekt hinbekommt und auch sonst sehr variabel mit seiner Stimme umgehen kann. Mastermind und Kopf der Band Christopher Bowes sollte euch ein Begriff sein. Nicht? Dann denkt mal anden Sänger von Alestorm aus Schottland. Ja genau dieser verrückte Pirat steckt hinter dem grandiosen Powermetal von Gloryhammer. All die Ideen, die für Alestorm unpassend waren, die sind hier eingeflossen. Natürlich übernimmt der Meister hier auch das Keyboard. Gitarrist Paul Templing dürfte bei vielen von euch für Knoten in den Fingern sorgen, denn seine teils sehr schnellen Soli sind wahre Akkordmeisterwerke aus meiner Sicht. Dafür sind die Riffs in den Strophen eher schlicht gehalten.

Und das Schöne an der Formation ist, sie packen es trotz dieser Power und epischen Fülle an Sound es angenehm klingen zu lassen. Es wirkt nicht komplett überkandiert und über das Ziel hinaus. Es sitzt alles an der dafür gedachten Stelle. Man kann der Geschichte ohne Probleme folgen und sich von ihr mitreisen lassen. Man kann natürlich auch einfach nur headbangen und Luftgitarre spielen. Das wäre aber sehr schade, denn die Band hat sich bei der Geschichte echt Mühe gegeben. Cool sind auch die kleinen Einspieler, welche die Geschichte noch einmal unterstreichen und damit auch bereichern. Also wirklich extrem gut gelungen. Die einzige Nummer, wo ich etwas mit der Stirn runzeln musste ist das doch sehr nach Popmusik klingende "Universe On Fire". Klar... das Thema ist Space usw. aber so abgespaced hatte ich mir das nicht ganz vorgestellt. Und ich bin schon jetzt auf die Fortsetzung der Geschichte gespannt.


FAZIT:


Ich komm von der Platte nicht mehr los. Bis auf den einen Aussetzer mit der doch sehr abgefahrenen Nummer ist das Album ein Brett. Power Metal Fans werden hier begeistert sein. Langeweile und Gleichheit in den Stücken... könnt ihr woanders suchen.. werdet ihr in dem fett produziertem Silberling nicht finden. Hier sind Profis am Werk, die wissen wie man eine Geschichte in Musik verpackt. Und jetzt... nochmal hören... am besten mit dem Vorgänger gemeinsam am Stück. Sorry Nachbarn... das muss so laut! Headbangt einfach mit, statt an der Tür zu klingen.. ich hör es doch eh nicht.  Was ein Powermetalgasmus!!!


1. Infernus Ad Astra
2. Rise of the Chaos Wizards
3. Legend of the Astral Hammer
4. Goblin King of the Darkstorm Galaxy
5. The Hollywood Hootsman
6. Victorious Eagle Warfare
7. Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress!
8. Universe on Fire
9. Heroes (of Dundee)
10. Apocalypse 1992

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