Review

FRANTIC AMBER - Burning Insight24.04.2015

FRANTIC AMBER - Burning Insight

FRANTIC AMBER - Burning Insight

Verfasst von Jana

Ein paar Tage ist es her, dass FRANTIC AMBER ihr neuestes Werk auf den Markt brachten. Burning Inside ist nach mehreren veröffentlichten Singles seit der Gründung im Jahr 2008 das erste full- lenght Album der Band. Zu hören gibt es fast eine Stunde aggressiven Melodic Death Metal einer internationalen und überwiegend weiblich besetzten Band. Weiblich besungener Death Metal; da drängen sich sogleich Vergleiche auf mit Bands wie ARCH ENEMY oder THE AGONIST, die die gleiche Sparte bedienen wie FRANTIC AMBER. Reicht dieses Album also an seine Vorbilder heran?

Das epische Intro lässt zuerst einmal vermuten, dass der Fokus hier bei melodischem Metal zu liegen scheint. Dieser Eindruck wandelt sich aber schnell mit Beginn des ersten Songs und Titeltracks Burning Insight, der gleich einen weitaus härteren Ton anschlägt. Auch scheint Sängerin Elisabeth Andrews gleich am Anfang ihren ganzen Stimmumfang präsentieren zu wollen, der sich definitiv nicht hinter denen anderer (weiblicher oder männlicher) Sänger verstecken muss. Nach dem harten Einstieg des Songs wird es etwas melodischer, und es kommt die kompositorische Raffinesse zum Vorschein, die nicht nur hinter diesem, sondern hinter allen Songs des Albums steckt.

Das darauf folgende Bleeding Sanitiy gehört wie Awakening zu den Tracks der Platte, in denen die Aggressivität von Burning Insight zu einem großen Teil auf den Gesang beschränkt. Die Musik ist dafür umso Melodielastiger und belegt noch einmal, dass beim Songwriting echte Talente am Werk waren. Manchmal scheint es, wie beispielsweise in Soar, als könnte das Instrumentelle nicht so richtig mit der Kraft der Stimme mithalten. Stellenweise wäre ein wenig mehr Power wünschenswert.

An anderer Stelle stimmt dann wieder alles, Power und Aggressivität stimmen genau, und ergänzen sich perfekt. So auch in meinem persönlichen Highlight des Albums, Self Destruction, das zu den härtesten Stücken des Albums gehört. Perfekt zum Head bangen, trotzdem melodisch, und neben den gekonnt geschriebenen und gespielten Melodien sorgt auch ein einprägsamer Riff für einen starken Sound.

Fazit:
Das Wacken Metal Battle haben FRANTIC AMBER nicht ohne Grund gewonnen. Hinter diesem Album stehen talentierte Musiker, die sowohl in ihrem Können, als auch in Sachen Komposition einiges zu bieten haben. An einzelnen Stellen fehlt ein Wenig die Power, an anderen überzeugen Komposition und Performance umso mehr. Sehr schön, freue mich auf mehr!

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