Review

FLIGHT - Flight04.09.2015

FLIGHT - Flight

FLIGHT - Flight

verfasst von Karla the Fox

Ein selbstbetiteltes Debutalbum einer Band, die noch ganz jung ist, aber Musik macht die keinerlei Einfluss von irgendwas aus ihrer Lebenszeit hat? Na, wenn das mal nicht in die Hose geht. Entwarnung: In die Hose gegangen ist es nicht. Der Vierer Flight hat Talent im Gepäck und Motivation in der Hand, die ihnen sagt, eine Zeit wieder aufleben zu lassen als zottelige lange Haare und schlechte Computeranimationen gerade modern wurden. Die 70er und 80er erfreuen sich gerade bei 'Kennern' großer Beliebtheit und Flight wollen dies nun ausnutzen.

Ich sage ausnutzen, da sie wirklich versuchen, wie eine Band aus der Vergangenheit zu sein, inklusive Design und Tontechnik. Jetzt kommt das große Aber: Vor lauter Bemühung, original zu klingen, lassen Flight die Kreativität auf der Strecke liegen.

Man hört sich ihr Debut an, erfreut sich daran, geht darin verloren, doch am Ende weiß man nicht mehr viel davon, schon gar nicht mehr, wie viele Songs das nun im einzelnen waren oder worum es überhaupt ging. Die Band sieht sich selbst als Eskapisten, was ich nur bestätigen kann. Die Musik hat wenig Bodenkontakt, sie flirrt für sich durch die Luft, fasziniert, kann sich aber nicht setzen. So werden sie es schaffen, zwar viele Menschen zu erfreuen, aber kaum wem im Gedächtnis bleiben als die große Neuentdeckung. Das finde ich sehr schade, denn du hörst ihnen an, wie sie sich bemühen und ihr Wissen und Können für dieses Album bündeln. Ein paar Effekte hier, mal lange Strecken Instrumentalmusik hier und nette Gitarrenläufe dort - daraus könnte man echt was machen. So wird dieser Musikordner wohl leider länger einfach auf dem Rechner liegen bleiben als erhofft. Ich will mir die nächste CD trotzdem sofort anhören, denn der Flieger kann ja noch richtig durchstarten.

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