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EX DEO - The Immortal Wars22.02.2017

EX DEO - The Immortal Wars

EX DEO - The Immortal Wars

verfasst von Kalle


Liebe Headbanger in der Welt... schnallt euch an, denn was hier aus Kanada in eure Gehörgänge gefegt wird, das ist episch! Die neue Scheibe von Ex Deo hat es bei mir schon jetzt ganz weit nach Vorne in der Platzierung zu den geilsten Alben des Jahres geschafft. Woran das liegt? In diesen acht Songs stimmt jede Note, jeder noch so kleiner Ton ist an der richtigen Stelle und gibt somit ein Klangerlebnis mit dem höchsten Gütesiegel. Epic Roman Metal ist das von der Band angesetzte Genre, doch es ist mehr eine Mischung aus feinstem Death Metal mit Pagan Metal. In ihren Texten geht es von Beginn an um die Sagen der Römer und so ist es nicht verwunderlich, das auch auf diesem Album so manch Lied mit der Geschichte der Weltmacht zu tun hat.

Klangvolle Songnamen "The Rise Of Hannibal", "Crossing Of The Alps" oder "Ad Victoriam (The Battle Of Zama)" lassen erahnen, worauf man sich speziell bezieht. Hannibal war ein großer Bestandteil in der römischen Geschichte und sorgte mit so manch Schlacht für Angst bei den Römern. Das jetzt in Musik zu vertonen und dazu diese besagten Genre zu bedienen ist eine hohe Kunst, welche Ex Deo aber mal sowas von drauf haben. Ich habe die Platte immer und immer wieder gehört und kann mich einfach nicht satt hören. Die Songs krachen nur so auf einen ein und man kommt schon bei den ersten Tönen sofort auf die Idee: Haare auf und Headbangen. Die Rythmen, die Riffs, die Drums... dieses geballte und zugleich mächtige Zusammenspiel, gemischt mit dem grandiosem Gesangt ergeben ein episches Klangbild.

Ihr werdet sofort in die Geschichte eingesogen und kommt da so schnell nicht mehr raus. Das Album ist so großartig produziert, das man sich selbst in "Suavetaurilia (Intermezzo)" fühlt, als wäre man direkt dabei. Dieses Stück ist eine kleine Art Brücke und leitet den nächsten Schritt ein. Es ist so grandios umgesetzt, das mir fast die Superlativen ausgehen. Die Songs strotzen aber nicht nur vor geballter Kraft, sondern man vernimmt immer mal wieder auch ein paar sanfte Noten. Sehr großes Gefallen finde ich an dem Zusammenspiel zwischen der harten Musikfraktion und dem Orchester. Ich liebe diese Symbiose und hier trifft sie genau meinen persönlichen Nerv. Man hat hier keinen Aufwand gescheut und ein fast filmischen Klang geschaffen. Manchmal fühle ich mich wie im Kino und stelle mir die passenden Szenen zur Musik vor. Nebenbei erwische ich mich dann glatt beim Headbangen.

Diese Platte ist ein Brett und gehört in jeden gut sortierten Metalschädel eingebrannt. Diese Thematik aufzugreifen und so perfekt umzusetzen, großes Lob und Hut ab. Schilde hoch... hier kommt Ex Deo!!!


1. The Rise Of Hannibal
2. Hispania (The Siege Of Saguntum)
3. Crossing The Alps
4. Suavetaurilia (Intermezzo)
5. Cato Major: Carthago Delenda Est!
6. Ad Victoriam (The Battle Of Zama)
7. The Spoils Of War
8. The Roman

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