Review

ESSENCE OF DATUM - Nevermore05.07.2017

ESSENCE OF DATUM - Nevermore

ESSENCE OF DATUM - Nevermore

verfasst von Sebastian

Diesmal begebe ich mich auf meine erste musikalische Reise nach Russland, genauer gesagt nach Minsk und lausche dem Klängen des neuen Longplayers Nevermore der, mir bis Dato unbekannten, Gruppierung Essence Of Datum. Und ich muss sagen das mir dieses Review nicht sonderlich leicht fällt.

Mein erster Gedanke war, dass mir der Name dieser Band um Dmitry an der Gitarre, Alex mit dem Bass in den Händen und Pavel an den Drums nicht wirklich viel gibt. Jedoch sagen Namen ja nichts über die handwerklichen Fähigkeiten aus. Aber rein in die Welt des Prog Metals, und hier wartet eine kleine Überraschung auf uns. Der spitzfindige Leser hat es evtl. schon Bemerkt, unter der zuvor genannten Besetzung des Trios findet sich keine Person die für Vocals zuständig ist. Richtig, wir haben es hier mit einer rein instrumentalen Band zu tun.

Und das ist nunmal gleich mein erster Kritikpunkt. Nur kann die Band ja Nichts dafür, dass ich rein instrumentale Alben nicht mag. Ich stehe zwar auf gut plazierte ebensolche Stücke auf CD´s, aber bei Alben dieser Art fehlt mir mit der Zeit einfach Etwas. Evtl. aus diesem Grund brauchte ich rund 10 Durchläufe des Albums bis ich ihm doch etwas abgewinnen konnte. Die acht enthaltenen Tracks sind jedenfalls sehr Facettenreich und auch von der Spielzeit von 2:30 - knapp 7 Minuten ist für jeden etwas dabei. Einsteigen tut es mit dem Stück "Sattelites" welches einen mit einem doch eher ruhigeren Sound bedient. Das liegt erstmal an einem doch recht monotonen Hintergrundsound, wird aber noch durch Nikita unterstützt die ihre Fähigkeiten am Saxophon präsentiert, was eine wirklich tolle Soundkulisse ergibt. Aber nicht nur im ersten Track kommen wir in den Genuss ihres Spiels. Darauf folgend geht es gleich etwas flotter und metallischer zur Sache. In diesem Part des Albums werden zwar tolle Gitarrensoli gespielt, jedoch ist mir die Spielweise der Gitarre in manchen Teilen etwas zu abgehackt so das stellenweise keine Flüssige Spielweise aufkommt. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Melodien etwas "runder" klingen und es während eines Stücks wiederkehrende und eingängige Passagen gibt die man den bestimmten Tracks zuordnet und auf die ,an sich freuen kann.

Insgesamt muss ich sagen, dass es erstmal auf den Hörer ankommt. Wer reine Instrumentale mag wird hier sicherlich nichts falsch machen. Die Stücke sind gut gespielt und werden gegen Ende der CD immer besser. Speziell nennen möchte ich hier Blodern, Thorns und Omens die bei mir auch sicherlich weiterhin mal laufen werden. Wer dann noch mit eher chilliger Musik klar kommt und nicht etwas zum bangen sucht kann gerne einen Griff zur CD wagen. Lehnt euch dann einfach zurück und lasst die Musik auf euch wirken.

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