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EMERALD - Reckoning Day09.03.2017

EMERALD - Reckoning Day

EMERALD - Reckoning Day

verfasst von Kalle

Wer hat´s erfunden... die Schweizer? Hmm.. gut den Heavy Metal nicht wirklich aber Emerald sind seit vielen Jahren eine Institution in ihrem Land und auch darüber hinaus haben die Jungs durchaus eine ordentliche Fanbase. Es war aber eine Zeit lang still um die Band. Sie hatten vor einigen Jahren ihren Sänger Thomas L. Winkler abgeben müssen. Er wechselte zu Gloryhammer und hat dort einen ordentlich Aufstieg hingelegt. Doch wer wurde jetzt für ihn eingewechselt? Zunächst dachte man mit George Call aus den USA könnte man einen guten Ersatz finden. Leider war dem nicht so und man trennte sich, wegen Distanz und terminlichen Konflikten, nach zwei Jahren von ihm. Allerdings waren dort bereits die Arbeiten an neuem Material im vollen Gange. Man fand dann in der Schweiz einen neuen Mann, der auf der Platte den Hauptanteil sing. Mace Mitchell heißt der neue Sänger bei Emerald und der kann durchaus überzeugen.

Klar... er kommt nicht an die Wucht von Thomas ran... der wirklich eine außergewöhnliche Stimme hat. Doch das Ziel ist nicht gewesen jemanden zu finden, der wie Thomas ist, sondern der zur Band passt. Das ist jetzt der Fall und man hat sich auf dem neuen Longplayer gut zusammengefunden. Emerald wissen wieder zu glänzen. Nicht zuletzt weil ihre Musik schon für sich spricht. Man hat insgesamt 14 Titel auf einen Silberling gepresst und davon sind ca. 7 Songs zueinem Konzept gehörend. Gab es zuvor in der Bandgeschichte auch nicht. Man ist auch weg von dem komplett mit Keyboards überzogenen Liedern. Man konzentriert sich mehr auf die Gitarren und Drums. Es sind noch Keyboardklänge dabei, aber mehr dezent gehalten. Die Einflüsse anderer Bands bleiben erhalten. So könnte "Black Pyramid" vom Klang her von Iron Maiden stammen und "Evolution In Reverse" wäre eine gute Nummer von Primal Fear. Damit habt ihr jetzt eine ungefähre Vorstellung, wie der Sound von Emeral klingt, solltet ihr von den Jungs noch nix gehört haben.

Die Schweizer haben ein Händchen für Kracher und so ist u.a. "Horns Up" eine mächtige Hymne geworden. Was mich schon bei früheren Alben fasziniert hat, behalten sie auch gekonnt bei... ihre doppelten Gitarrensolos. So schön melodisch und zum niederknien. Da könnte ich mich jedes Mal reinlegen und gar nicht aufhören zu lauschen. Besonders gut gibt es sie u.a. in "Through The Storm" zu bestaunen. Ab dem Intro "Mist Of The Past" beginnt dann der Part mit dem Konzept. Sie haben es den "The Burgundian Wars" gewidmet, basierend auf dem historischem Roman "Der Löwe von Burgund", welcher von Keyboarder Thomas Vaucher geschrieben wurde. Hier ist dann das Keyboard von ihm auch häufiger zu vernehmen. Und jetzt das nächste Positive: Dieses Spielen nach Konzept und mit Story steht der Band ganz ordentlich. Sie zeigen eine ganz andere Seite und beweisen, wie gut sie diese umsetzen. Die Idee dahinter gefällt mir sehr und ich begrüße diesen Schritt. Man fällt hier natürlich nicht aus der Heavy Metal Rolle. Man macht das Ganze nur etwas gehobener und mehr epischen Hintergrund und Sound. Das ist jedenfalls mein Eindruck.

Schön ist es auch, das auf dem Album einige Stücke drauf sind, die mit George aufgenommen wurden ("Evoluion In Reverse" / "Through The Storm"). Ihr werdet mit dem Album eine Menge Spass haben, denn Tracks wie "Reign Of Steel", "Black Byramid" oder "Signum Dei" werden euch jeder für sich oder im Konzept mehr als überzeugen. Ganz großes Kino Jungs. Gut das ihr wieder auf der Metalbühne zurück seid!


Tracklist:

1. Only The Reaper Wins
2. Black Pyramid
3. Evolution In Reverse
4. Horns Up
5. Beyond Forever
6. Through The Storm
7. Ridden By Fear
8. Mist Of The Past
9. Trees Full Of Tears
10. Lament Of The Fallen
11. Reckoning Day
12. Reign Of Steel
13. Signum Dei
14. Fading History

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