Review

ELA - Second Reality14.08.2017

ELA - Second Reality

ELA - Second Reality

verfasst von Sebastian

Die Band Ela hat mit dem jetzt bereits sechsten Album schon Einiges vorzuweisen. Ela, das bedeutet was die vocals betrifft female Power / Melodic Metal aus heimischen Gefilden. Genauer gesagt aus Hamburg. Ela wurde das damals durch die Sängerin, die auch den Namen der Band beigesteuert hat, gegründet. Zu der aktuell erscheinenden CD kann ich im Vorfeld schon sagen das es sich um solides Handwerk handelt. Solide hat ja leider immer so einen leicht negativen touch, den das Wort hier nicht wirklich haben soll.

Das aktuelle Quintett leistet tolle Arbeit an den einzelnen Instrumenten. Alles zusammen genommen, bietet mir jedoch viel zu wenig Abwechslung. Für mich fehlen die einprägsamen und prägnanten Soli, Refrains, stimmliche Betonungen von Ela am Gesang. Alles verschmilzt für mich zu sehr in einer Masse. Beim mehrmaligen hören des Albums lief es so vor sich hin, bis ich mal plötzlich sagte "Wow, das gefällt mir" oder das es sich vom Rest etwas abhebt.

Für diese Beispiele möchte ich einfach mal als ersten Song Black Roses nennen. Dieser beginnt durch ein stimmungsvolles Piano und wird darauf folgend durch Gesang ergänzt. Insgesamt ein sehr schönes Lied welches einen auf eine gewisse emotionale Art und Weise berührt. Direkt folgend kommt Deadly Sins welches mich ebenfalls begeistern konnte. Es besticht für mich auf dem ganzen Album zum ersten Mal mit einem coolen Rhythmus und auch der Gesang nimmt mich das erste Mal mit.

Leider dümpelt das Album danach wieder nur dem Ende entgegen. Kurz gesagt: Keinesfalls ist Second Reality ein schlechtes Album. Leider ist es für mich auch keines welches ich wiederholt in den Player legen würde. Es gibt zwischen und während den Tracks einfach zu wenig Abwechslung oder mitreißende Momente. Speziell der eher monotonere Gesang ohne wirkliche Highlights enttäuscht mich.

Da es sich ja, wie bereits eingangs erwähnt, um das sechste Album handelt muss es ja auch viele Menschen geben die das vollkommen anders sehen. Und denen lege ich das Album ans Herz. Anderen würde ich zuvor ein Probehören empfehlen.

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