Review

EISBRECHER - Schock27.01.2015

EISBRECHER - Schock

EISBRECHER - Schock

verfasst von Jenny Grobelny

Die NDH - Riesen von Eisbrecher melden sich drei Jahre nach ihrem lezten Album "Die Hölle muss warten" mit neuem Material zurück. "Schock" heißt die lange angekündigte neue Platte, die seit dem 23.01.15 in den Regalen der Platten-dealer steht.

Bereits das Album-Cover ist mehr als typisch für Eisbrecher - ein Eisbär! Die pelzigen Arktisbewohner gelten schon lange als inoffizielles Bandmaskottchen.

Mit "Volle Kraft voraus" legt der Eisbrecher los. Kein klassisches Intro - es geht sofort laut und elektronisch los. Eben mit voller Kraft voraus. Grandioser Auftakt. Weiter geht es mit der bereits eine Woche vor dem Album veröffentlichte Single "1000 Narben". Das schnelle Tempo des Openers wird beibehalten. Vorallem im Refrain ein absoluter Ohrwurm und lyrisch ein Volltreffer. Garantiert der Lieblingssong vieler Fans. Der Titel, der dem Album den Namen "Schock" gab, klingt wie in alten Zeiten. Eingänig und kraftvoll. Vomfeinsten. Es folgt die bereits 2014 veröffentlichte Single "Zwischen uns".  Ebenfalls eingängig, unterstützt durch Duettpartnerin Mia Aegerter, melodisch und stimmig. Eine typische Single eben. Mit "Rot wie die Liebe" wird das Tempo etwas zurück genommen. Eine tolle NDH-Ballade, die aber längt nicht so weichgespült wie auf den vorher gehenden Alben klingt. Der wohl Song mit dem Namen, der wohl die größte Neugier weckt nämlich "Himmel, Arsch und Zwirn" ein Lied übers meckern. Weder textlich noch musikalisch interessant. Schade. Für mich der schwächste Song auf "Schock". Auch der nächste Song "Schlachtbank" kann nicht so richtig an den grandiosen Auftakt anknüpfen. Starker Gesang, lyrisch könnte auch jeder Schlager-Texter dahinter stecken. "Dreizehn"  ist wieder ein typischer Eisbrecher-Song. Live ganz bestimmt ein Kracher. "Unschuldsengel" besticht mit starken Gitarrenriffs. Wieder werden die bösen,bösen Frauen besungen - Miststück 2.0.? ;-) Gefällt! Elektronisch geht?s weiter mit "Nachtfieber" lädt zum tanzen ein und beschreibt das Gefühl einer durchtanzten Nacht wunderbar. Der Titel mit der Nummer 11 heißt "Noch zu retten". Toller Refrain, wieder ein klassischer Eisbrecher. Sticht leider wenig hervor. Nummer 12 "Fehler machen Leute" hingegen ist wieder sehr gitarrenlastig und ein absoluter Live-Song. Einer der stärksten Titel. Nicht ganz so melodisch wie der vorletzte Track "der Flieger." Der ist nämlich wieder Ohrwurm-Verdächtig und wirkt musikalisch sehr frisch. "So oder so" ist der krönende Abschluss. Hart, eingängig, Eisbrecher.

Das Album hat mich überrascht. Ein Brett! Mit höhen und tiefen. Eisbrecher haben wirder zu ihrem ursprünglichen Sound zurück gefunden, nachdem sie sich mit "die Hölle muss warten" in etwas seichtere Gewässer verfahren haben. Stimmlich ganz große Klasse - der Herr Wesselsky klang noch nie so gut. Mit gut gemischten Synthesizern und Gitarren ergibt das einen guten Cocktail, der seine wirkung sicher nicht verfehlt. Cheers!

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