Review

EAT GHOSTS - An Ti E Go31.10.2017

EAT GHOSTS - An Ti E Go

EAT GHOSTS - An Ti E Go

von Matthias

Musiker und Bands, die ihre neuesten Werke auf CD und digital auf die Welt loslassen, gibt es heute wie Sand am Meer. Hier eine Nische zu finden, etwas Besonderes zu kreieren, ist dabei schon eine Kunst für sich. Eat Ghosts, welche früher einmal Minerva hießen und in Potsdam ihre Wurzeln haben, wollten vielleicht eben jene Lücke im System finden, um mit ihrer Musik herauszustechen. So brachten die Herren mit AN TI E GO ein sechs Track starkes Album auf den Markt. Wie es klingt verrate ich euch folgend:

Eines muss vorweggenommen werden: Leute, die stark auf ein Genre ausgerichtet sind oder auch Probleme damit haben, viele Genres zu mixen, sollten eher die Finger von dieser Platte lassen, da sie leicht überfordert werden könnten. Diese Musik ist zudem nichts für Zwischendurch- und Nebenbeihörer, weil sie ein hohes Maß an Komplexität mit sich bringt. Alle Anderen werden mit einer Mischung aus Rock aus den 70ern und den 80ern, Blues-, Jazz-, Volk- und Progressive Anleihen konfrontiert und gehen währenddessen nie die Gefahr ein, das es langweilig wird. Denn lässt man sich Zeit beim Hören, wird man gefesselt und gebannt lauschen und das Gefühl bekommen, ganze Geschichten in instrumentaler Form auf die Ohren zu bekommen. Das ist ein wundervolles und auch fast schon einmaliges Erlebnis und lässt Eat Ghosts etwas Besonderes werden. Ein weiterer toller Aspekt ist die Art der Aufnahme: Man hat das Gefühl, dass der raue Sound nicht aus dem Studio, sondern von einer guten Liveperformance stammt. Im Einzelnen hier jeden Song zu beschreiben, macht keinen Sinn, da man bei dieser Vielschichtigkeit sicherlich etwas übersehen und somit nicht würdigen könnte.

Eat Ghosts ist mit An Ti E Go eine wunderbare Platte für Hörer komplexer Progmusik gelungen, die sich deutlich von jeglicher Konkurrenz abhebt.

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