Review

DUSIUS - Memory Of A Man06.08.2017

DUSIUS - Memory Of A Man

DUSIUS - Memory Of A Man

verfasst von Kalle

Bäääm... wollt ihr mal richtig was auf euer Fressbrett bekommen und mal feinsten Folk / Viking Metal bekommen? Hier ist die absolute Empfehlung aus Italien für euch. Normal sind die Italiener nicht gerade für das Genre bekannt, doch mit Dusius kommt eine Band daher, die das perfekt beherrscht und lebt. Die sieben Mann starke Formation aus Parma hat die Platte eigentlich schon im März diesen Jahres heraus gebracht, doch leider landete sie erst jetzt bei uns im Mailfach. Daher mache ich eine Ausnahme und reviewe sie dennoch. Das kann man euch nicht vorenthalten, das die Truppe hier abliefert.

Hier treffen Heidevolk, Korpiklaani und Finntroll aufeinander und vereinen sich zum Sound Dusius. Manuel Greco ist der Mann mit dieser sehr außergewöhnlichen Stimme. Seine Technik ist echt stark und so beherscht er den Gesang mit etwas Hall, wie auch die doch manchmal sehr düsteren Growls. Das Tempo auf dem Album ist stetig hoch gehalten und dennoch hier und da sanft anmutend. Man legt ein paar Ruhepausen in die Songs, eh man dann mit Vollgas weiterpeitscht. Das spührt ihr u.a. im Song "Desecrate". Hier merkt ihr auch die verschiedensten Instrumente, die die Band verwendet. Egal ob Flöte oder Dudelsäcke - die Folkinstrumente kommen gut zur Geltung. Bei der Grundlage ist es kein Wunder, sind das Riff- und Drumbett sehr einladend.

Was ich ein wenig zu bemängeln hätte, fällt euch in "The Rage Of Gods" auf. Klingt die eigentliche Flöte richtig gut, so ist das Keyboard in der Funktion als Flöte sehr ungeeignet und zerhaut ein wenig den Sound. "Dead-end Cave" ist der ruhigste Track auf dem Album und mehr eine Geschichtenerzählung, als ein richtig gesungener Song. Im Gesamten ist das Album eine einzige Wuchtbrumme und wird euch hier und da mächtig von den Socken hauen. Wer es ruhig und beschaulich mag, der ist hier falsch, denn die Italiener wissen, wie man richtig laut macht und es krachen lässt. Das Ganze aber, ohne dabei zu übertreiben. Der Sound hätte hier und da etwas besser abgemischt worden können, aber mir gefällt dieser gewisse Druck, der besonders von den Drums ausgeht. Also eine sehr interessante Empfehlung meinerseits.


Tracklist:

1. Funeral March
2. Slainte
3. Desecrate
4. The Rage of Gods
5. Worried
6. One More Pain
7. Dear Elle
8. Dead-end Cave
9. Hope
10. The Betrayal
11. Coldsong
12. Funeral March II
13. Hierogamy [Hidden Track]

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