Review

DIRETONE - Random Spins - Fortune Turns16.03.2017

DIRETONE - Random Spins - Fortune Turns

DIRETONE - Random Spins - Fortune Turns

verfasst von Kalle

Wenn eine Band als Interessen der Band Beer, Boobs & World Domination stehen hat, kann man sie dann ernst nehmen? Klar... ist ja das, was ein Metalhead und Rocker möchte. Außerdem wurde dank Pinky und der Brain die Weltherrschaft quasi der Jugend in die Wiege gelegt. Jetzt ist mir aber nicht bekannt, ob in Dänemark die Serie auch lief und woher somit die Idee der Band kommt, ist mir aber auch egal, weil hier geht es jetzt um das kommende Album von Diretone. Es hat noch kein Releasedatum, dennoch schickt die Band die Promos fleißig raus, um zu schauen - wie kommt die Platte bei den Reviewern an.

Bei mir machte sich beim ersten Hören ein komisches Gefühl breit, weil ich versuchte eine Vergleich zu finden, mit dem man diesen Sound beschreiben könnte. Dann ist es mir eingefallen und daher wähle ich eine Mischung aus Metallica, Volbeat, Nickelback und Foo Fighters. Die Gitarren wirken wie von Volbeat und Nickelback, die Stimme wie Metallica und Foo Fighters. Das variiert hier und da aber. Man könnte auch sagen, es klingt wie Metallica auf Kassette im Bandsalat, wenn die Kassette langsamer wird und der Sound dadurch etwas merkwürdig verzerrt. Dies aber mit tiefen Tönen und ihr habt so eine Ahnung von dem sehr groovigen Klang von Diretone. Die vier Kopenhagener Jungs mögen diesen recht schweren Groove Metal sehr, wo man eigentlich darauf wartet, das er endlich ausbricht und der Track fahrt aufnimmt.

Als Beispiel nenne ich hier mal den Song "Kings Head". Er hat knapp vier Minuten eine totale Schwere und Trägheit und erst in den letzten 90 Sekunden kommt Tempo auf und die Band zeigt, das sie auch Tempo kann. Das beweisen sie zudem im Song "Race Against Time". Der Song hat dann wieder so etwas Nickelback und Volbeat ähnliches. Die Dänen scheinen alle auf die gleiche Gesangsschule gegangen zu sein. "Sylvia (Until The End)" könnte aus der Feder von James Hetfield stammen. Es hat eine Mischung aus The Unforgiven und Fade To Black mit Nothing Else Matters. Sehr gefühlvoll und melodisch. Es kommt hier und da etwas Gänsehaut auf. Der deftigtse und härtste Track der Platte ist definitiv "Ten Years". Hier gehen nicht nur die Gitarren ab, sondern auch die Drums kommen hier mal richtig zum Vorschein. Das gilt auch für den letzten Track "Wrong". Der lässt einem noch mal so richtig den Kopf wippen. Zum Headbangen fehlt das Tempo.

Die Platte ist ansich gut gemacht, sie hat aber hier und da ein paar Punkte, da gefällt sie mir nicht bzw. auf die Dauer geht es einfach nach Hinten los. Der Gesang ist mir auf dauer zu Eintönig und die Schwere der Songs ist ebenfalls ein Punkt, der mich träge werden lässt. Man besinnt sich auf viele gute Einflüsse und nutzt diese ansich gut... aber so ganz zünden wird die Platte nicht. Groove ... ja... aber zuviel Tiefe und Schwere in den Riffs ... tut nicht gut. Mal zum reinhören eine schöne Platte, da sie satt produziert ist - zum Dauerbrenner reicht es leider nicht.


Tracklist:

01. Astray
02. Kings Head
03. Misery Sound
04. New Dawn New Day
05. Race Against Time
06. Random Spins, Fortune Turns
07. Sylvia (Until The End)
08. Ten Years
09. Under The Afghan Sun
10. Wrong

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