Review

DESTRUCTOR - Decibel Casualties12.05.2017

DESTRUCTOR - Decibel Casualties

DESTRUCTOR - Decibel Casualties

verfasst von Ben S.

Schon mal was von "Destructor" gehört? Nein? Ok gut, bis jetzt waren mir die Jungs, die sich anno 1984 in Ohio gründeten, auch gänzlich unbekannt. Mir ist weder der Name, noch ein Song von Ihnen jemals zu Ohren gekommen. Aber zum Glück hat sich dies jetzt geändert. Bei "Decibel Casualties" handelt es sich um eine Neueinspielung ihres gleichnamigen Demos von 1987, welches aber nie veröffentlicht wurde. Eine Schande, wie ich finde, denn der Oldschool Power-Thrash Metal, den dieses Quartett zum Besten gibt, klingt weder angestaubt noch altbacken.

Ganz im Gegenteil, die vier gestandenen Männer wollen es jetzt noch einmal so richtig wissen und spielen mit geballter Kraft und Enthusiasmus, als wären sie in ihren frühen 20ern. "Destructor" haben in ihrer bewegten Vergangenheit schon diverse Songs und Alben aufgenommen, die wegen mangelnder Zufriedenheit nicht veröffentlicht wurden und so ist es leider nicht verwunderlich, dass es bei dem Namen einfach nicht klingeln möchte.

Mit "Decibel Casualties" kann und sollte sich das jetzt aber ändern. Auf diesem Album findet sich alles, was der geneigte Kutten-Metaller benötigt, um seine Nackenmuskulatur ordentlich zu strapazieren. Harte und tief gestimmte Gitarren, kräftige Basslinien, ein powervolles Drumming und einen Sänger, der ein kräftiges, raues, aber trotzdem sanftes und recht tiefes Organ zur Schau stellt. Die Texte bedienen natürlich alle gängigen Metal-Klischees, was aber nicht weiter wild und verzeihbar ist. Auch wenn nicht jeder Song zu 100% überzeugen und sich in den Gehörgängen festsetzen kann, lohnt sich das Reinhören auf jeden Fall.
Einzig die Produktion könnte ein wenig luftiger sein. Sie scheint mir zu trocken und zu flach. Leider geht auch der Gesang keine rechte Verbindung mit der Musik ein und klingt streckenweise ein wenig aufgesetzt. Aber das soll kein Grund sein, dieses kraftvolle Werk zu meiden.

Traditionell, aber ohne Langeweile. "Made for metal, born of steel". In diesem Sinne, hört mal rein.


Tracks:

01. Restore Chaos
02. Keep The Faith
03. Metal Spike Deep
04. Iwe Are Ready
05. The Last Days
06. Firey Winds
07. Metal Till Death
08. In Hell




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