Review

DEFY ALL REASON - The Road Ahead04.05.2015

DEFY ALL REASON - The Road Ahead

DEFY ALL REASON - The Road Ahead

verfasst von Karla the Fox

Ich hab´s diese Woche irgendwie mit rebellierenden Bands mit schonungsloser "Anti"-Haltung und Rotze im Blut (...das klingt ekliger als es sein sollte). Erst Rebel Collective, dann Defy All Reason. Zweitere, also diese hier, treffen eher meinen Geschmack. Ob sie dadurch objektiv gesehen besser sind, müsst ihr entscheiden. Meine Meinung zu The Road Ahead lautet: Ziemlich geiles Zeug. Zu perfekt reicht´s nicht, aber das "geil" dürft ihr gerne in Großbuchstaben schreiben.

Das soll ein Debut sein?! Dann Hut ab. Defy All Reason liefern 13 Songs in voller Länge ab, abwechslungsreich und professionell. The Road Ahead klingt schon nach dem, was man unter Rock´n´Roll versteht. So von wegen staubige Straßen und aufgemotzte Harleys. Wie viel man davon in Wrexham, Wales, wo die Band herkommt, versteht, ist die eine Sache. Die andere ist, ob man gute Musik machen kann, die es trotzdem verkörpert. Und damn, das können Defy All Reason.

Die Mehrheit ihrer Lieder sind schnelle, laute Rocknummern, doch entgegen der Erwartungen beinhaltet The Road Ahead gleich zweieinhalb Balladen. Das wären das gefühlvolle "Behind Those Eyes", das schmerzvolle "Finding My Way (Back To You)" sowie "The Only One", das als netter Song mit einem lachenden und einen weinenden Auge durchgeht.

The Road Ahead dürfte was zeitloses haben, nicht sehr innovativ, aber gut genug und auch nicht so scharf von den "Großen" der Szene trennbar. Achtung ihr Lemmys und Vinnies dieser Welt, ihr bekommt Konkurrenz von vergleichsweise blutjungen Hüpfern. Deren Motorräder und Marshall-Amps sind mindestens so laut wie eure und ihre Stimmen müssen sich auch nicht verstecken. Überraschendes Hightlight der Platte ist eine Coverversion von Bon Jovis "Wanted Dead Or Alive". So gut hat diesen Song noch keiner Re-Interpretiert und ja, das meine ich wirklich so...

Nein, ganz im Ernst: Defy All Reason haben was auf dem Kasten und The Road Ahead ist eine beachtliche Premiere, die übrigens mithilfe einer pledgemusic-Kampagne produziert werden konnte. Wer auf laut und launig steht und trotzdem unter der harten Schale einen weichen Kern hat, der ist hier richtig. Vor allem Mädels werden ihren Spaß an dieser Platte finden. Also los, auf die Maschinen und losgedüst.

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