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DEBAUCHERY - F*ck Humanity03.08.2015

DEBAUCHERY - F*ck Humanity

DEBAUCHERY - F*ck Humanity

verfasst von Oli

Die superschwere deutsche Kriegsmaschine rollt wieder und das direkt über euch hinweg! Bevor ich aber zum Album F*ck Humanity komme, eine kurze Einführung für alle, die die Band bis jetzt noch nicht kannten. Debauchery wurde 2003 gegründet und seit dem haben sie schon 8 Alben released, das letzte Album, Kings of Carnage, 2013. Die Herren machen groovigen Death Metal mit Hard Rock Einflüssen, auch Death´n´Roll genannt, mit Texten aus dem Science-Fiction Universum von Warhammer40k oder ihrer eigenen, daran angelehnten, World of Blood Gods. Ihr Markenzeichen ist  Blut. Viel Blut. Das findet sich in ihren Texten, auf den Albumcovern und sogar auf ihren Outfits wieder. Doch genug von der Band, komme ich nun zum Album:

Es beginnt mit einem typischen, genretypischen Intro und legt danach mit dem Song "Ironclad Declaration of War" los, zu dem auch ein Video erschienen ist. Debaucherys Texte sind wie immer nicht besonders anspruchsvoll aber irgendwie cool und lassen sich nach dem ersten Mal hören super mitgrunzen oder -grölen. Die Riffs von Blood God sind gewohnt griffig, der Bass von Mr. Kill wie immer groovig und die Drums von Mr. Death sind straight wie eh und je und dazu dann der Gesang, der klingt als würde der Blutgott höchstpersönlich ins Mikrofon grunzen - fein! Hier und da hat sich der ein oder andere Einfluss aus dem Hard- oder Metalcore Bereich eingeschlichen, was den Songs aber Abwechslung bringt. Auch die allgemeine Ähnlichkeit zu Six Feet Under lässt sich auf F*ck Humanity immer noch nicht abstreiten. Einzig die Ballade "To Hell" am Ende des Albums ist austauschbar und könnte von jeder anderen Metalband kommen, wenn der typisch krächzige Gesang nicht wäre. Hier fehlt mir ein wenig die (musikalische) Ironie, die sonst in Balladen (wenn man sie so nennen kann) von Debauchery vorhanden war.

Warum also sollte man sich dieses Album also anhören, wenn es doch nicht viel Neues gibt?

Weil es von Debauchery ist. Wer die drei Jungs aus Stuttgart also bis jetzt mochte, der wird sie auch immer noch mögen. Wer sie bis jetzt nicht mochte, der wird auch mit diesem Album nicht an sie herankommen und wer sie noch nicht kennt, sollte einmal in dieses Album hineinhören! Im Gesamten fand ich das Vorgängeralbum etwas abwechslungsreicher und melodischer (wenn man das so nennen kann), aber mit F*ck Humanity haben die Blutgötter ein solides Album abgeliefert, dass live definitiv Fressen polieren und Köpfe zum nicken bringen wird.
Anspieltips sind auf jeden Fall "Kneel before the Dragon Gods", "Super Heavy German Warmachine" und der Titelsong "Fuck Humanity

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