Review

DEATHSTORM - The Gallows21.07.2015

DEATHSTORM - The Gallows

DEATHSTORM - The Gallows

verfasst von Oli

Mein erstes Review befasst sich mit der EP einer österreichischen Thrash-Metal Band. Deathstorm haben sich 2008 als Damage gegründet, 2010 aufgelöst und sofort als Deathstorm wieder neu gegründet. 2013 haben sie ein komplettes Album herausgebracht. Mir liegt jetzt das neueste musikalische Werk der Jungs vor - Die EP "The Gallows".

Die EP ist als 7" Vinyl erschienen und genauso klingt sie auch. Man fühlt sich schon mit den ersten Tönen in die Death- und Thrash-Metal Szene der 80er Jahre versetzt, klanglich sowie auch qualitativ (auch wenn ich hier nur die MP3s vorliegen habe). Atmosphärisches Gitarrengejaule und Beckengekloppe leiten die EP ein und dann geht es los mit dem ersten Song "Consummate Horror". Was man hört, kann man getrost als puren Thrash Metal beschreiben, bis dann der Gesang einsetzt. An diesen muss man sich erstmal gewöhnen. Er kling doch sehr nach einer Mischung aus Black-Metal-Gekreische und Punk-Gebrüll. Ziemlich unkoordiniert, unmelodisch und unrythmisch, aber man merkt trotzdem, dass das genau das ist, was die Jungs erreichen wollen. Diese Art von Gesang ist nicht ganz mein Fall, aber wer es mag... Das Outro des Songs überrascht dann. Das Tempo geht deutlich runter, der Song wird atmosphärischer. Hier gibt es von mir einen deutlichen Pluspunkt. Zum Abschluss noch ein thraschiges Solo und der erste Song ist dann auch vorbei und Deathstorm sind fertig beschrieben, thrashig, schnell, auf die Fresse...wäre da nicht dieser eine Song - "Burial Ritual". Man hört den Anfang des Songs und fragt sich, "Kommen die Jungs jetzt aus Norwegen oder Österreich?" Was da aus den Boxen zu mir tönt, ist musikalisch feinster Black Metal, dazu der Gesang... wieder sehr atmosphärisch. Richtung Refrain wird dann das Tempo erhöht, wir befinden uns stampfend auf dem Weg zum Refrain, welcher in brutalem Thrash Metal endet. Der Song ist abwechslungsreich und erfrischend anders und, was ich persönlich sehr gern hab - er ist unerwartet.

Der letzte Song "Massgrave" ist wieder das typische Gekloppe mit seltsam improvisiertem Gesang. An sich nicht schlecht, könnte aber auch von jeder anderen Thrash Band kommen.

Mein Fazit:
Wer schon immer mal wissen wollte, was passiert wenn man Slayer mit einer Prise Black Metal mischt, kann hier gern einmal reinhören. Mir fehlt im Gesamten etwas die Abwechslung, was ich aber als allgemeines Thrash-Metal Problem sehen würde. Hervorheben kann man hier ganz klar "Burial Ritual", der Song klingt anders als der Rest!
Fans des Genres können hier eher nichts falsch machen, wenn man sich an den Gesang gewöhnt hat, oder diesen auch gern so mag.

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