Review

DAYS OF JUPITER - Last One Alive26.04.2015

DAYS OF JUPITER - Last One Alive

DAYS OF JUPITER - Last One Alive

verfasst von Karla the Fox

Only Ashes Remain ist das neue, soweit ich weiß zweite, Album der schwedischen Gruppe Days Of Jupiter. Parallel dazu gibt es die ausgekoppelte Single Last One Alive, die ein ziemlich interessantes Artwork aufweist. Ein Unbekannter mit Aktentasche in einer Wüste des Nichts vor dunklen Wegweisern nach überall hin. Ja, so in etwa fühlt man sich auf der Suche nach dem richtigen Weg im Leben....

Days Of Jupiter haben da einen anderen eingeschlagen. Sie wollen ihren Weg mit ihrer Musik bestreiten. Um Aufmerksamkeit zu erregen, haben sie also auf jedem erdenklichen Festival Schwedens gespielt und werden nun versuchen, ihre Bekanntheit in andere Länder auszuweiten, wo es derweil noch etwas mau aussieht.

Der Sound auf dem Album Last One Alive ist neumodischer ausgelegt, als der Look vermuten lässt. Der Fast-Titelsong Ashes gibt das Feuer frei für ein flottes Album, das ruckzuck durchgehört ist und das man gerne gleich nochmal abspielt. Ein Lob an das Studio, das die noch junge Band so gut herausgeputzt hat. Die Vocals des Frontsängers sind sauber und authentisch, nicht unverwechselbar aber ehrlich. Die Gitarristen, Bassist und Drummer hauen gut auf den Putz, obwohl sich viele Midtempo-Nummern auf der CD finden. Es ist eine Musik, die besser wirkt, je lauter der Regler gestellt ist. Gerade die schrilleren und verzerrteren Parts wirken dann intensiver.

Erzählen tun Days Of Jupiter von überwiegend bitteren Themen. Innere Zerrissenheit, der Fall, die Liebe und Verzweiflung, Ängste, die zum Leben erwachen,... Vieles würde sicher im Radio funktionieren, bei den jüngeren Hörern, die nicht zwangsweise reine Rockfans sind, aber auf die emotionalen Aura abfahren werden.

Days Of Jupiter wirken aufeinander eingespielt, erprobter und routinierter als sie es sein könnten, da sie erst seit 2010 als solche existieren. Das Rad neu erfunden haben sie sicher nicht, doch bietet die Nische zwischen älterem Metal und frischerem Rock ohne Scheu vor leichter Bearbeitung einen guten Platz um den Fankreis zu erweitern. Die Jungs haben ihre CDs vergangenen Freitag rausgebracht, nun geht sie hoffentlich durch die Welt. Eine Band von ihrem Format könnte überall hinpassen. Headbangers welcome, aber im Grunde genommen jeder der will.


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