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CYDEMIND - Erosion03.05.2017

CYDEMIND - Erosion

CYDEMIND - Erosion

verfasst von Sebastian

Cydemin wird ihr Debutalbum Erosion am 26.05.2017 als Self-Release. Und ich kann schon jetzt sagen das diese Band und diese Musik die Geister scheiden wird. Den Stil betitel die Band selsbt als Prog Prock. Das Besondere daran ist, das neben den E-Gitarren und Drums, Instrumente wie eine sehr markante Violine und ein Piano den Sound untermalen. Nun kann man schon Punkt eins erwähnen der diese Band zu etwas Besonderem macht. Der Gesang ist durchweg nicht existent.

Cydemind ist eine rein instrumentale Band, die so komisch es auch klingt, Lyrics zu Ihren Stücken schreibt. Diese sind jedoch nur als Text im Booklet abgedruckt und erläutern die Gedanken zu den einzelnen Tracks die sich komplett dem Thema der Natur im Wandel der Zeit befassen. Verfasst wurden sie allesamt vom Pianisten Camille Delage und sind in Englisch und französisch zu lesen. So experimentell wie diese Art von Konzept ist, klingt auch ihre Musik. Von Track Nummer eins mit dem Namen What Remains wird man von Drums und hart einsetzenden Riffs sofort zum leichten Kopfschütteln animiert. Die sich dann in Vordergrund drängende Violine passt sich perfekt in den Sound ein und sorgt für eine wunderschöne Melodie und auch ein gutes Tempo. What Reamins würde ich zu den eher schnelleren Songs der Platte zählen.

Der komplette Gegensatz bot sich mir dann bei Tree of Tales. Gleich zu Beginn wirkt der Song eher etwas düsterer und langsamer. Eine wirkliche Melodie oder Rhythmus wollte sich für mich auch nicht ergeben und so wurde Tree of Tales trotz der stellenweise toll eingebrachten Violine zu einem doch eher langweiligeren Song der mich nicht so begeistern konnte. So zieht es sich dann auch durch die sechs Stücke. Es gibt viele Passagen die Freude machen sie zu hören und ich mir auch gut vorstellen kann, dass man vor der Bühne gut mit rocken kann. Andererseits sind dann da die Stellen die etwas wirr scheinen. Für mich verdeutlicht das am besten der letzte Track Erosion. Von der band wird er selbst als episch bezeichnet da er 27 Minuten Laufzeit hat. Ja richtig gehört! Das ist jedoch auch das einzig epische an ihm. Durch die Länge versuchte man hier wohl etwas Besonderes zu inszenieren. Es gibt einige Momente wo sinnlose Stilwechsel, Tempowechsel, Geschwindigkeits- und Rhythmusdifferenzen viel mehr dafür sorgen das der Titel eher leicht nervig wird als das man ihn genießt.

Ich würde Erosion nach mehreren Durchläufen eine mittlere Bewertung geben. Man muss Freund von instrumentaler Musik sein und dazu noch berücksichtigen das es der Erstling von Cydemind ist. An den Instrumenten sind sie allesamt talentiert und zeigen dies auch an jeder Stellen. Jedoch bleibt auch noch Platz nach oben was das Komponieren angeht. Ich drücke den Jungs die Daumen das ein zweites gutes Album folgt. Da mich Bands wie Apocalyptica auch schon sehr begeistern konnten, wird Cydemind das mit ihrer Vielfalt an Instrumenten ja wohl auch schaffen!

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