Review

CRAVING ANGEL - Redemption17.04.2017

CRAVING ANGEL - Redemption

CRAVING ANGEL - Redemption

verfasst von Ben S.

Craving Angel? Schon mal gehört den Namen? Nein? Gut, ich auch nicht und so musste auch ich mich erst mal ein wenig Schlau über dieses US Trio machen. Ehm also ja, gegründet haben sie sich in den glorreichen 80er Jahren und waren bin 1994 unterwegs auf den Brettern die die Weilt bedeuten. Ihr Sound? Irgendwie ein typischer 80 Hair-Glam Mix der eigentlich gut zum damaligen Zeitgeist und somit auf den Sunset Strip gepasst hätte. Das Ding ist nur, heute wie damals gibt und gab es einfach zu viel gute Konkurrenz um überhaupt auf sich aufmerksam machen zu können.

Aber hätten und haben Craving Angel, die seit 2014 wieder aktiv sind, überhaupt Aufmerksamkeit verdient? Meiner Meinung nach eher nicht. Auch wenn der Sound von "Redemption" einen gehörigen Vibe an 80er Feeling mitbringt, so muss sich ein 2017 produziertes Album nicht anhören, als wäre es vor drei Dekaden in irgendeinem feuchten Keller aufgenommen worden. Sorry, aber was mir hier entgegen plätschert ist, wenn ich mich wohlwollend äußern möchte, maximal belanglos. Dabei fängt die erste Nummer "Dirty Girls" gar nicht mal so schlecht an. Ein knackiges, wenn auch unspektakuläres Riff, ein knarziger Bass und ein unauffälliges Schlagzeug. Das ist zwar alles nicht spannend, lässt aber Platz und Raum für Erwartungen. Doch dann setzt der Gesang von Buddy Hughes ein und damit bin ich raus. Echo und Reverb sind ja Stilmittel die man gerne mal als Akzent einsetzen darf. Aber wenn man einen schlechten Sänger mit solchen Effekten einfach nur kaschieren möchte, dann geht das dem Zuhörer doch ziemlich schnell auf die Nerven. Ich weiß ja nicht was für "Dirty Girls" der gute Buddy erhofft so von sich und seinen Qualitäten überzeugen zu können. So erspielt bzw., ersingt man sich aber keine Telefonnummern.

Kaum ein Song kommt ohne besagten Hall aus, was die Platte wirklich sehr anstrengend macht. Die Riffs sind langweilig, das Drumming zum Teil wirr und im besten Falle unauffällig. Wobei unauffällig auch auf die Baseline zutrifft. Einzig allein die Solo Parts sind, auch wenn unoriginell und belanglos, technisch versiert eingespielt. Dieses Album ist simpel, langweilig und kommt nicht über einen Demo-Status hinaus. Könnte es vielleicht von einer guten Produktion profitieren? Ich weiß nicht, ich halte das gesamte Songwriting einfach nicht für vielversprechend und ziemlich schwach. Zum Teil tut es, wenn man zwei Sänger übereinander legt wie in "Bad Voodoo" die absolut nicht miteinander harmonieren wollen und dann auch noch nicht einmal parallel einsetzen, einfach nur weh. Über Texte will ich lieber auch nichts mehr verlieren aber der Song "New Day" schießt für mich den Vogel ab: "Hip Hip Hoorey, Start Of A New Day". Nein Danke, da bleibe ich doch lieber bei "Fire & Desire".

Um den akustischen Eindruck abzurunden gesellt sich noch ein wundervoll hässliches Albumcover. Finger weg, braucht kein Mensch.

Tracks:

01. Dirty Girls
02. Crash And Burn
03. Chicaboom
04. Hell´s Waiting
05. Roses Are Red
06. Outta Ma Way
07. Freak Show
08. Bad Voodoo
09. Everything I Do
10. Gonna Party
11. Dirty Little Secret
12. Dream Chaser
13. She´s No Lady
14. Gonna Getcha
15. New Day
16. Primadonna
17. Roses Are Red (acoustic)

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