Review

COMANIAC- Instruction For Destruction17.03.2017

COMANIAC- Instruction For Destruction

COMANIAC- Instruction For Destruction

verfasst von Kalle

Die Schweiz kann mehr als Uhren und Schokolade... das Thema hatten wir damals schon bei einem anderen Review. Doch das die Schweiz auch Thrash Metal kann, das war mir bisher neu. 2012 gründete sich die Band Comaniac (Zusammensetzung aus Company Of Maniacs) und sie wollten nur eins... Anders sein. Ist ihnen gelungen, denn von gutem Thrash Metal habe ich bis dato von unseren Nachbarn noch nie etwas gehört. Gut... so oft schaue ich jetzt nicht über diese Grenze.  Sollte man aber mal tun, denn so unbekannt sind die Maniacs nicht. Ihr erstes Album fand reißenden Absatz und Live spielten sie bereits mit Größen wie Kreator und Exodus zusammen. Kann sich also lohnen in die zweite Platte der Band zu hören.

Stimmt das? Können Schweizer wirklich diese Urgewalt in der Musik transportieren? Ja, sie können! Wobei ich ehrlich sagen muss, mir klingen Comaniac noch ein wenig zu brav in ihrer Musik. Es fehlt mir persönlich an der gewohnten Geschwindigkeit und das speziell im Gesang. Musikalisch ist das Album anständig produziert, man erkennt den Thrash Metal, wobei es doch hier und da fast guter normaler Heavy Metal sein könnte. "Bow Low" ist da ein gutes Beispiel. Das Gitarrensolo wirkt wie aus ner coole HM Nummer und dann erst kracht der Thrash so anständig rein, das ich sagen würde... geil... knallt. Ich bin dann aber mal vergleichsweise einige Größen im Thrash Metal durchgegangen und kam dann schnell auf eine Mischung von Kreator, Destruction und Overkill. So würde ich die Comaniacs beschreiben, dürfte ich nur Thrash Metal Bands verwenden.

Dann kommt aber wieder so ein Intro wie zu "Guarding Ruins" und das klingt mir dann persönlich zu brav und sanft. Der Rest hat an manchen Passagen echt gute Ansätze. Ich denke vielleicht zu Schubladenmäßig und bin zu verwöhnt von Kreator oder Exodus Produktionen, die natürlich alles in Schutt und Asche legen. "How To End It All" kommt dann als sanftes Midtemponummer rüber. Das fiese ist... die Platte klingt so ganz geil... nur stört mich eben das Genre Thrash Metal. Sorry liebe Musikliebhaber und großes Sorry an euch liebe Comaniacs... ich find das Album verdammt gut und bin begeistert von den Kompositionen. Das darf hier bitte nicht untergehen. Ich hätte nur gerne mehr Songs in dem Kaliber von "Self Control". Das klingt nach dem was ich unter Thrash mir erhoffe. Dennoch bleib ich leider dabei... mir ist der Gesang vom Klang hier zu brav.

"Heart Of Stone" nimmt gut Tempo auf und da könnt ihr mich auch mit dem Gesang überzeugen. So stelle ich mir Maniacs im Thrash Metal vor. Das ist für mich einer der Songs auf der Platte, die man getrost in das Genre schmeißen kann ohne Bauchschmerzen zu bekommen. Der ist euch von den Riffs und dem Tempo und Gesang richtig gut gelungen. Da steckt mal richtig Power hinter den Drums und das ausgedehnte Solo passt sich optimal dem Grundtempo an. Gleiches gilt auch für "Forever More". Doch ganz ehrlich... die Schweizer können gemein sein. Sie heben nämlich das Beste zum Schluss auf. Der geilste Track ist der Titeltrack zur Platte und kommt zum Abschluss. MIt "Instruction For Destruction" zeigen sie dann so richtig ihr Potential und knallen einen Song raus, der mit fast sieben Minuten zwar etwas länger ist, als eine normale Thrash Metal Nummer. Aber hier zeigt Sänger Jonas Schmidendlich das Stimmpotential so richtig. Zieht er die Stimme nämlich in höhere Tonlagen, dann passt es vom Gesamten mehr zu den geilem Bett aus Musik.

Das gesamte Album braucht somit eine Weile um sich zu entfalten und wirklich als Thrash durchzugehen. Vorher ist es eine ordentliche Portion Metal, die qualitativ im oberen Drittel mitspielt und sehr überzeugt. Ist mal etwas, was eben nicht nacht 08 / 15 klingt und austauschbar wäre. Somit... liebe Comaniacs: Fast alles richtig gemacht. Packt ein Heavy vor das Thrash Metal und Alles passt :D


Tracklist:

01. Coal
02. Suborned
03. Bow Low
04. Guarding Ruins
05. How To End It All
06. Self Control
07. Shattered
08. Heart Of Stone
09. Forever More
10. Instruction FOr Destruction

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