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COAL CHAMBER - Rivals04.06.2015

COAL CHAMBER - Rivals

COAL CHAMBER - Rivals

verfasst von Jenny G.

Dem alten Nu-Metal-Fan dürfte der Name "Coal Chamber" noch irgendwo im Hinterkopf rumschwirren. Die bereits 1994 gegründete Band flog ende der 90er im Windschatten amerikanischer Szenegrößen wie Korn und Linkin Park mit, schaffte es aber dann doch nicht ganz sich in die Gehörgänge der breiten Masse zu spielen. Genau das dürfte auch der Grund für die Auflösung der Band 2003 gewesen sein. Nun - 13 Jahre nach ihrer letzten Platte, will die Band und um Sänger Dez Fafara, der übrigens auch bei DevilDriver am Mikro steht, nochmal wissen. Ihr neues, von ihnen selbst als härter und frischer angepriesene Werk "Rivals" steht in den Startlöchern.

Bereits die ersten Töne lassen das Herz jedes Nu Metalers höher schlagen. Nu Metal wie aus dem Lehrbuch, klingt wie früher. Es folgt ein mit viel Text gefülltes Gitarrengewitter nach dem nächsten. Gute, Genretypische Songs, leider ohne viel Abwechslung. Die beim ersten hören entfachte Begeisterung verschwindet unter rausgewürgt klingenden Lyrics und immer gleichen Rythmen. Deutlich frischer als früher klingen Coal Chamber nicht. Zumal einige Songs, wie "Light in the Shadows" und "Over my head" alten Slipknot-Klassikern verdächtig ähnlich klingen. Sicherlich wird der Hardcore-Nu-Metal-Fan seine Freude an "Rivals" haben.

Es ist gut gemischt und es steckt hörbar viel Herzblut drin, aber neuer Sound klingt anders. Damit werden Coal Chamber wohl nicht in die 1. Liga aufsteigen und sich wieder im Schatten seiner Genre-kollegen einreihen. Dabei könnte der Zeitpunkt für eine Neugrüdung und Neufindung nicht besser sein. Um die Szene ist es in de letzten Jahren ruhig geworden. Zeit also für eine Revolution. Nur leider nicht mit Coal Chamber.

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