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CAIN´S OFFERING - Stormcrow19.05.2015

CAIN´S OFFERING - Stormcrow

CAIN´S OFFERING - Stormcrow

verfasst von Kalle


Wenn die Finnen etwas im melodischen Metal anpacken, dann kann es eigentlich nur gut werden, denn das scheint den Nordmännern im Blut zu liegen. Das beweist seit 2009 auch die Band Cain´s Offering, die als ein Gemisch von genialen Musikern bezeichnet werden kann. Insgesamt befinden sich fünf grandiose Musiker in der Formation, die jetzt mit ihrem zweiten Album um die Ecke kommen. Gründer der Band war Jani Liimatainen, der damals Sonata Arctica mitgegründet hat, 2007 aber entlassen wurde. Er ist der Musik treu geblieben udn hat sich neben den zahlreichen Nebenprojekten und Aushilfsjobs sein eigenes Projekt und Band aufgebaut. Und das kann sich mehr als nur hören lassen.

Stormcrow kommt mit insgesamt elf Songs daher, die einen das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Denn als Sänger konnte Jani niemand geringeren als Stratovarius Frontsänger Timo Kotipelto gewinnen. Der beweist nun auch schon seit Jahren, was er mit seiner Stimme anstellen kann. Die Beiden kennen sich auch schon durch gemeinsame Auftritte in kleineren Bars, wo sie sich auf Cover konzentriert haben. Nun haben sie mit ihrer gemeinsamen Band wieder im Studio verbracht und ein grandioses Album auf den Markt gebracht. Das kann man ganz einfach beschreiben: Es geht runter wie Öl. Man merkt die Einflüsse beider Musiker sehr, denn jeder bringt seine Jahre an Erfahrung mit und jeder hat so seine Musikbasis, auf die jetzt aufgebaut wird. Das spührt man in den Songaufbauen, die mal mit totalem Tempo starten oder ruhige Beginne vorweisen. Es ist wirklich ein toller Hörspaß für Fans von feinstem Power / Melodic Metal. Hier wird nicht einfach drauf los geschreddert, sondern man achtet auf die Harmonie der Gitarre mit den Keyboards und der Stimme. Der Bass geht hier leider ein wenig unter, aber das ist einfach der Produktion geschuldet, da man sich in relativ hohen Tonlagen bewegt.

Die Gefahr, dass manch Songs auf Dauer eintönig und gleich klingen besteht natürlich, doch wissen die Jungs genau, wie sie dem entgegen wirken können. Sie bauen hier und da immer kleine Überraschungen in die Songs ein. Ob es nun ein Tempowechsel ist, kurze Pausen, starke Gitarrensolo oder sonstige Kleinigkeiten, die wirklich nach mehrfachen hören auffallen, die Platte eignet sich für jede Autofahrt mit offenem Verdeck, damit auch die anderen Autofahrer mitbekommen, was für gute Musik dort im Player liegt. Man darf hier und da nur nicht in Temporausch verfallen. Also lieber genießen als verschleudern. Die Platte bringt für jeden Fan etwas mit und ist daher eine tolle Empfehlung von meiner Seite her.

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