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BLOODY HAMMERS - The Horrific Case Of Bloody Hammers28.06.2017

BLOODY HAMMERS - The Horrific Case Of Bloody Hammers

BLOODY HAMMERS - The Horrific Case Of Bloody Hammers

verfasst von Ben S.


Also Faulheit kann man der Retro-Okkult-Truppe rund um Bandchef Anders Manga "Bloody Hammers" nicht gerade vorwerfen. Wer es in 6 Jahren auf 5 Alben bringt, hat eindeutig etwas zu erzählen, oder meint zumindest es zu haben. Aber kreativer Output ist ja eine gute Sache und warum seine Ideen und Veröffentlichungen zu lange in dunklen Schubladen versauern lassen? Nicht jede Band kann und will sich so viel Zeit nehmen wie zum Beispiel Metallica.

Aber gut, wollen wir erst gar nicht anfangen, das neueste Werk von "Bloody Hammers", welches auf den Namen "The Horrific Case Of Bloody Hammers" getauft wurde, auch nur ansatzweise mit den Mannen rund um James Hetfield zu vergleichen. Dafür ist der Sound von "BH" nämlich dann doch zu speziell und fühlt sich eher in kleinen und dunklen Nischen wohl, als auf den großen Bühnen der Welt.

Die erste Nummer "Gates Of Hell" verspricht auch erst mal viel Gutes: Böse, düster und fett geht es ans Eingemachte. Auch wenn das Riff dieses Einsteigers keinen Preis für Orginalität gewinnen wird, geht es doch sofort in den Nacken und verleitet dazu, mal ordentlich die Haare zu schütteln. Das nenne ich dick. Aber was ist denn dann los? Für mich geht der Scheibe schon ab der zweiten Nummer die Luft aus, was ich wirklich sehr schade finde, denn der Mix aus Metal und Dark Wave hat eindeutig seinen Reiz. Nur schafft es die Truppe nicht, mich bei Laune zu halten. Frei nach dem Motto: One Killer, then Filler.
Da dieses  Album aber nur eine Spielzeit von knapp 26 Minuten mit sich bringt, ist der geisterhafte und diffuse Spuk aber schneller vorbei, als ein aufgebrachter Poltergeist poltern könnte.

Was ich der Band aber lassen muss ist, dass sie ein Händchen für Artwork haben. Das Album-Cover kommt im Look eines 70er Jahre Grindhouse Films mit Lucio Fulci und Mario Bava Anleihen daher. Das würde ich mir sogar problemlos in meine Wohnung hängen.

"Bloody Hammers" bedienen wirklich nur eine ganz kleine und sehr spezielle Nische. Wer Interesse hat, darf und soll gerne mal rein hören, meine Tasse Tee sind sie aber leider nicht.


Tracks:


01. Gates Of Hell
02. Blood
03. The Beyond
04. Vultures Circle Overland
05. All The Colors Of The Dark
06. The Bloodsucker Leads The Dance



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