Review

BLAZING RUST - Armed to Exist04.08.2017

BLAZING RUST - Armed to Exist

BLAZING RUST - Armed to Exist

verfasst von Sebastian

Bei dem letzten Review machte es erst den Anschein als ob die Band aus dem östlichen Raum kommt. Diesmal verschlägt es mich mit Blazing Rust aber nun wirklich nach Russland. Genauer gesagt nach St. Petersburg wo die Band dem Heavy Metal Metal huldigt und sich bei vielen Künstlern der 80er und 90er Jahre hat inspirieren lassen. Aber dieses auch in so einer Qualität das sie ihrem Namen keinerlei Ehre machen und ganz und gar nicht "eingerostet" rüber kommen. Was den Heavy Metal Fan hier erwartet ist ein tolles abwechslungsreiches Album.

Eigentlich wird hier jeder Fan des klassischen Metals etwas finden was er feiert. Von schönen Melodien, über fetzige schnelle Soli bis zu stampfenden Rhythmen bei denen man schon automatisch die Fäuste in die Luft streckt. Insgesamt muss ich sagen das Blazing Rust bei wirklich jedem Song viel Zeit gewidmet hat um das Songwriting qualitativ bestmöglich zu vollenden. Jede Note ist an ihrem richtigen Platz, die Lyrics wirken tiefgründig und werden durch eingängige Refrains abgerundet. Somit Kann man im Endeffekt sagen das es sich hier um kein experimentelles Werk handelt was sich versucht neu zu erfinden, sondern um den starighten Heavy / Power Metal mit Rockanleihen aus den 80er Jahren. Das ganze klingt durch die heutige Technik alles nur etwas runder und fetter abgemischt. Aber kommen wir doch mal kurz zu den Tracks. Ehrlich gesagt ist der Einstige mit dem Stück Hellbringer solide mit Tendenz zu gut. Aber mit Shimmering Dawn zeigen uns die Russen sofort was Sache ist. Gitarre, einsetzende Drums, Gesang, eher gemäßigtes Tempo... geil! Im Folgenden wird das Tempo wieder etwas angezogen, aber auch einiges Tempowechsel wie bei dem übernächsten Dying World verleihen jedem Song eine gewisse Abwechslung, so dass nie das Gefühl von Eintönigkeit aufkommt. Nun kommen wir zu den zwei Liedern die ich, mit dem anfangs erwähnten Shimmering Dawn, zu den top drei der Scheibe zähle. Gemeint sind Almighty Lord und Witch. Beide Lieder glänzen mit schönen Texten und Melodien. Speziell Witch zeigt dem Hörer nochmal ordentlich was Blazing Rust kann. Geile schnelle Soli und Tempowechsel die manchmal nicht wirklich stimmig sind, aber doch auf Ihre Art irgendwie die Facetten der Band zeigt.

Kurz gesagt: Die Band kann sich natürlich noch gut entwickeln aber sie macht schon jetzt verdammt viel Spaß und ich würde mich freuen den ein oder anderen zu einem Probehören animieren zu können.

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