Review

BLACK CAGE - Excess All Areas07.06.2017

BLACK CAGE  - Excess All Areas

BLACK CAGE  - Excess All Areas

verfasst von Zonic

Die Modern Glam Rock Band "Black Cage" ist noch sehr jung in der Musikgeschichte. 2015 wurde die Formation in Österreich gegründet; sie veröffentlichte noch im selben Jahr ihre erste EP "Let´s Party". Über das Jahr 2016 sammelten die vier Musiker (Kati Cher ? Vocals/Rhythm Guitar; Dan Rider - Lead Guitar; Rickey Dee - Bass; Casey Jean Eiszenman - Drums) eine Menge Erfahrungen auf der Bühne und bereiteten parallel dazu ihr erstes Album "Excess All Areas" vor. Um genau dieses gute Stück geht es hier letztendlich auch.

Begonnen wird mit einer eindeutigen Ansage: "I´ve got the devil in me" ist die Begrüßungszeile des ersten Songs "666". In den Strophen werden wir von einer Gitarrenwand auf Spannung gehalten, während der Refrain vor sich hinfließt. Das Gitarrensolo darf sehr wohl als Highlight betitelt werden.

"Comin´ Home" ist eine klassische Rockballade mit Herzschmerzfaktor. Erzählt wird über das Leben eines Reisenden und wie schwierig jedes Mal der Abschied ist; jedoch kehrt er (beziehungsweise sie) immer wieder nach Hause zurück.

"Here for you" kommt da schon etwas positiver um die Ecke. Eine kleine Rockhymne mit Ode an die Liebe; dabei wird aber auf Kitsch verzichtet. Gut gemacht! Sehr eingängig!

"Love Sex and Rock and Roll" ist eine Hymne an das Rockerleben und klingt auch so. Es wird gerockt, und Kati schreit uns die Hauptzeile permanent ins Ohr. Kann man machen.

"Miles" ist eine Poweballade, in der zur Abwechslung sogar zweistimmig gesungen wird. Mein Favorit des Albums, wenn ich das sagen darf.

Abgerundet wird die Platte mit dem Song "Wild Ones", der getrost als klassischer Rocksong beschrieben werden darf. Nicht total speziell, aber eingängig.

Selbstverständlich hab ich, wie üblich, einige Songs unkommentiert gelassen, damit ihr euch selbst ein Urteil bildet.

Alles in Allem muss ich sagen, dass das eine gute Platte ist. Sie reißt mich zwar nicht vom Hocker, aber befindet sich im oberen Mittelfeld, was zunächst daran liegt, dass ich kein großer Fan von Katis Gesang bin ("Miles" ausgenommen). Das macht aber nichts, denn das ist nunmal Geschmackssache. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein musikalisch gut arrangiertes Baby. Beim ersten Hören hätte ich übrigens darauf getippt, dass die Band aus Amerika kommt - will sagen: Der Sound ist sehr international. Die Platte ist sehr pur, was ich gut finde. Es kommen also nirgendwo unverhofft Keyboardklänge aus einer Ecke, obwohl es keinen Keyboarder gibt oder ähnliches. Hier geht es absolut ehrlich zu. Ich denke, "Excess All Areas" (cooles Wortspiel, übrigens) ist eine gute Partyplatte und für Fans des Modernen Glam Rock absolut das Richtige.

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