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BATTLE BEAST - Bringer Of Pain08.03.2017

BATTLE BEAST - Bringer Of Pain

BATTLE BEAST - Bringer Of Pain

verfasst von Kalle

Bei den Finnen freut mich der aktuelle Erfolg besonders, denn 2011 habe ich sie in Finnland erleben dürfen und da kannte sie in Deutschland kaum jemand. Ein paar Jahre später stehen sie mit eigener Headliner-Tour und einem neuen Album fester da, denn je zuvor. Battle Beast sind auf ihre Art und Weise auch einzigartig und das liegt besonders an der Stimme von Noora Louhimo. Sie kam 2012 als Ersatz für Nitte Valo in die Band und überzeugte sofort, da sie ähnlich wie Nitte solch eine wuchtige Stimme hat. Mit dem jetzt insgesamt viertem Album können die Finnen bereits auf ordentlich Erfahrung zurückgreifen und wissen, wie sie ihre Songs zu noch mehr Perfektion bringen.

Und was kann nun "Bringer Of Pain"? Mächtig überzeugen! Zehn Songs mit voller Power und Dynamik. Man könnte es mit den Worten des Openers "Straight To The Heart" sagen. Die Musik trifft euch genau dort, wenn ihr ein Metalheads seid. Der zweite Song, ist der Titeltrack zur Platte "Bringer Of Pain" und einer der bisher stärksten Songs, die ich von Battle Beast in den letzten Jahren gehört habe. Was eine Hymne! Was ein geiles Tempo! Was für eine Melodie und was für Riffs! Hier kann sich praktisch jeder in der Band so richtig austoben und es harmoniert so dermaßen gut, das ich aus dem Schreibtischheadbangen gar nicht mehr rausgekommen bin. Dieser Song hatte einfach Alles! "King For A Day" erinnerte dann ein wenig an einige Songs aus älteren Tagen. Der Rhytmus, bei dem jeder mit muss, ging direkt in die Knochen. Dazu diese tollen Vermischungen mit dem Orchester, lassen den so typischen Battle Beast Sound zu Tage kommen. Hier besticht die Stimme von Noora erneut. "Beyond The Burning Skies" hat so kleine Elemente eingebaut, die man bei mehrmaligen Hören erst so richtig wahr nimmt. Ich glaube man hat dort auf einen Amboss eingehauen, so klingt es zumindest an manchen Stellen dezent im Hintergrund. Der Track entführt euch musikalisch in so manch Wolke. Ob diese Brennen, könnte man beim Gitarrensolo feststellen.

Mit "Familiar Hell" kommt ein sehr radiotauglicher Track. Ich könnte mir vorstellen, das in Finnland dieser Song durchaus in die Playlisten gewählt wird. Guter Groove, Midtempo und dennoch diese rotzige Art und Weise in der Melodie. Für mich ist da etwas zuviel Keyboard an falscher Stelle eingebaut. Dann wird es schon fast episch und ich dachte Battle Beast möchten an Nightwish ran kommen. "Lost In Wars" bietet nämlich eine Menge, was man von den anderen Finnen kennt. Epische Klänge, Sound - der für Kino oder Theater gewählt hätte werden können. Die gesamte Aufmachung des Tracks erinnert ein wenig an solch Produktionen. Danach wird es göttlich, denn der Track hört auf den Namen "Bastard Son Of Odin". Hier stimmt die Harmonie zwischen Riffs und dem Keyboard. Ein Song, der durchaus zum Liveklassiker reichen könnte, speziell auch für die Headbanger und Luftgitarristen. Mit "We Will Fight" hat man sich dann einen Songnamen ausgedacht, wo man von einer mächtigen und schnellen Nummer ausgeht. Stattdessen ist es aber einer der softeren Tracks, die fast als Ballade durchgehen könnten. Etwas zum verschnaufen möchte man meinen. Dennoch hat der Song echt was zu bieten und das ist wieder der Stimme geschuldet. Hier zeigt Noora nämlich ihre Vielseitigkeit, das sie nicht nur das komplett Kratzige und Rotzige singen kann, sondern da mehr hinter ihrer Stimme steckt.

Danach wird es etwas sehr poppig aus meiner Sicht. Klar der Song heißt "Dancing With The Beast", doch das man hier Elemente von Michael Jackson per Keyboard einspielt oder das Solo fast nach Computerspiel klingt lässt mich nicht ganz freudig zurück. Der Song ist für mich der klare Flopp der Platte. Zum Finale hauen Battle Beast dann aber noch einmal einen raus. Keine Hightempo-Nummer, sondern jetzt wirklich eine grandiose Ballade. "Far From Heaven" ist das wohl emotionalste Stück der Platte und Bandgeschichte. Ich hatte Putenpelle bekomme, da man hier wirklich dezente Akzente gesetzt hat und den Song sehr gut aufgebaut hat, bis es zum kraftvollem Finale kommt. Ein fulminanter Abschluss.

Diese Platte bringt garantiert keine Schmerzen. Der einzige Schmerz ist der, das sie dann so schnell vorbei ist und man gleich wieder auf Play drücken möchte. Absolut toll produziert, umgesetzt und in Szene gesetzt! Diese Platte räumt mächtig ab und ist mit das Beste was Battle Beast passieren konnte! Mega!

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