Review

BABYMETAL - Metal Resistance11.03.2016

BABYMETAL - Metal Resistance

BABYMETAL - Metal Resistance

verfasst von Kalle

Da kommt die zweite Platte der Sensation aus Japan. Mit ihrem ersten Album und nur wenigen Konzerten in Europa sorgten Babymetal für einer der Sensationen in den letzten zwei Jahren. Ich selbst hab die Band bei ihrem Konzert in Berlin bereits erleben dürfen und auch davor natürlich die erste Platte verschlungen, da es doch in gewissen Zügen sehr ungewohnt war, Metal in japanischer Sprache zu hören. Kann der zweite Streich der jungen Damen und ihrer Band jetzt an den ersten Erfolg anknüpfen?

Ich bin etwas gespalten, da die Überraschung natürlich vorbei ist und man auch auf dem Werk jetzt nur wenig versteht, da die japanische Sprache leider nicht in meinem persönlichen Wortschatz vorkommt. Daher bleibt es überwiegend bei der Beurteilung der Musik und die haut auch dieses Mal wieder ordentlich um. Babymetal wissen verschiedene Einflüsse ineinander zu verschmelzen. Schon der Opener "Road Of Resistance" knallt in bester Dragonforce meets Children Of Bodom Manier rein. Die kindliche Stimme dazu ergibt ein grandiosen Start in insgesamt zwölf vollgepackte Tracks. Die Titel sind teils in Englisch benannt, so das man ein wenig davon erahnen kann, was die Inhalte sein könnten. "Karate", "Amore", "From Dusk Till Dawn" oder "No Rain, No Rainbow" sind nur ein paar Beispiele.

Frontsängerin SU-Metal hat eine brilliante Stimmfarbe und kann dieses leicht kindliche oftmals ganz gut verbergen. Sie ist auch die älteste Sängerin der Band. Ihre beiden Mitsängerinen Yuimetal und Moametal wirken daher so klischeemäßig kindlich. Da hat man den Gedanken, es singen Mangafiguren. Gut... optisch kommt das auf den Konzerten auch hin, denn da spielen sie genau mit solchen Klischees, obwohl sie doch eine gewisse Härte aufweisen können. Die kommt in erster Linie aber von ihrer Band, wo nie so genau bekannt wurde, wer da wirklich hinter steckt. Fakt ist aber, das die Musiker hinter Babymetal ordentlich in die Saiten hauen können und vor starken Riffs und auch leichten elektronischen Elementen kein Halt machen. Wer hier also sanfte japanische Melodien erwartet, dem wird schnell klar, das Babymetal gar nicht so zierlich sind, wie es auf den ersten Blick scheint.

Die neue Platte überrascht die Metalwelt nicht unbedingt, wobei... wer von Babymetal noch Nichts gehört haben sollte, wird spätestens jetzt sein Interesse geweckt bekommen. Überrascht und erfreut war ich über den Song "The One", der in Englisch gesungen wurde. Der Song ist cool und klingt total schön, doch man merkt, das dann Babymetal klingen, wie fast jede andere Band aus dem Genre mit weiblichen und englischem Gesang. Das sie also in japanischer Sprache singen ist ihr großer Trumpf, auch wenn man als Europäer eher weniger versteht. Von mir ein Daumen nach Oben für die zweite Veröffentlichung von Babymetal.

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