Review

AVATARIUM - All I Want05.01.2015

AVATARIUM - All I Want

Avatarium - All I Want

verfasst von Rob H.

"All I Want" ist die neue EP der Schweden Avatarium, welche seit 2012 unterwegs sind. Zusammen mit der EP "Moonhorse" und dem selbstbetitelten Debut-Album kommen die Skandinaven damit auf drei Veröffentlichungen, welche allesamt über Nuclear Blast erschienen. Gerüchten zufolge soll allerdings bald ein richtiges Album folgen, für welches "All I Want" schonmal ein wenig die Bahn ebnen soll.

Auf der EP sind nur zwei neue Songs vorhanden ("Deep Well" sowie der Titeltrack), die anderen drei waren bereits auf dem Album zu finden. Da ich die Band aber vorher nicht kannte, macht das erstmal nichts. Die beiden neuesten Tracks kommen direkt am Anfang und erzeugen eine schön getragene Atmosphäre. In bester Doom Rock-Manier zieht sich die Sologitarre über die gemächlich stampfenden, basslastigen Gitarrenriffs. Das ganze wird ergänzt von Jennie-Ann Smiths gefühlvoller Stimme, welche sich gut in das Instrumentenspiel einfügt. Das hat Hand und Fuß und weckt Vorfreude auf die weiteren Songs, welche als Live-Mitschnitte von Konzerten nochmal ein wenig Abwechslung liefern. Die beginnen in Form von "Pandoras Egg" sehr getragen, dieses steigert sich aber bald zum bombastischen Gänsehaut-Thriller. Unheimliche Akkorde - Black Sabbath lässt grüßen - erzeugen beklemmende Gefühle, welche sich in einem sehr psychedelischen Gitarrensolo entladen. Hier gibts Zwischenapplaus, sowohl von mir als auch auf der Scheibe selbst. Mit "Tides of Telepathy" und "Bird of Prey" folgen zwei weitere klassische Doom Metal-Nummern, die mit einem weiten Spannungsbogen und interessanten Gitarrensoli gefallen.

Mit lediglich zwei richtig neuen Songs ist diese Scheibe für Fans eventuell etwas mager besetzt, die Live-Versionen sind aber auch sehr gut gelungen und sind bestimmt auch für Besitzer von "Avatarium" ein feiner Leckerbissen.

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