Review

ARTAIUS - Torn Banners26.04.2015

ARTAIUS - Torn Banners

ARTAIUS - Torn Banners

verfasst von Kalle

Als ich die Platte zum ersten Mal gehört habe, da habe ich mir überlegt ob sich Children Of Bodom mit Eluveitie zusammen getan haben. So ungefähr könnte man die Musik der Italiener beschreiben, die ihr auf dem Album Torn Banners zu hören bekommt. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Folk / Post Metal, wobei ich mich echt mit dem Begriff Post schwer tue. Ich kann damit nie etwas anfangen. Folk Metal passt in jedem Fall, denn die Einflüsse und Elemente sind nicht zu überhören in den insgesamt elf Songs. Die Band besteht insgesamt aus sieben Mitgliedern und sie haben sich 2008 nach einem keltischen Gott benannt, der dem römischen Gott Mercurius (Mercur) gleichgesetzt ist. Bei der Anzahl an Musikern müssen ja viele Instrumente auf der Platte zu hören sein und ja dem ist auch so.

Die Band hat zwei Sänger mit Sara Cucci im klaren Gesang und Francesco Leone mit den Screams und Growls. Elena Mirandola übernimmt die Violine, die man zum Beispiel in dem Song "Leviathan" sehr gut vernehmen kann. Hier kommt Enrico Bertoni mit einem Basssolo ebenfalls zur Geltung, der sonst aufgrund der zahlreichen Musiker etwas zu kurz kommt. Denn neben der Gitarre von massimo Connelli gibt es Alessandro Ludwig Agati an den Drums und den Herren, der für ganz besondere Elemente sorgt. Giovanni Grandi mischt mit seinem Keyboard und Synthesizer ordentlich mit. Das nimmt mir persönlich ein wenig die Lust an dem Album, da sie doch hier und da ein wenig zu deutlich eingesetzt werden und damit den Folk verdrängen Die Riffs und Growls erinnern mich dann gerne mal an diese Musik, wo manch einer auf den Konzerten seinen Namen zu tanzen mag. Das ist dann wahrscheinlich dieser Post-Einfluss, den die Band beschreibt. Sehr gut zu hören ist das in "The Hidden Path", wo mich das Keyboard sehr an eine Hamed Orgel erinnert, wie sie bei Deep Purple zum Einsatz kommt. Die Riffs und die Double Bass sind dann aber wiederum sehr düster gehalten. Ein klein wenig hat der Sound auch was von Leaves Eyes, wobei die dann doch mehr auf Melodie setzen. Hier und da ist in den Stücken dann noch eine Flöte zu vernehmen, wie in "Pictures Of Life", der sehr gefühlvollen Ballade des Albums. Akustikgitarre und ganz wenig Tempo machen diesen Song zu einer gelungenen Verschnaufpause, wo es zuvor doch ordentlich auf die Nuss gab.

Im Gesamten könnte das Album mehr, wen es nicht diese teilweise sehr extremen Wechsel im Sound hätte. Auch die Growls und die klare Stimme werden auf Dauer nicht wirklich durch Abwechlsung in den Vordergrund gestellt, sondern halten sich meist in einer Tonlage. Die Musikmischung muss man mögen, dennoch ist den Italienern hier ein gutes Album gelungen, was seine Fans finden wird. Die Growls weniger und die Snythie raus und dann könnte es durchaus was werden. Lieber vorher rein hören, bevor man es sich in den Regalschrank stellt.

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