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AN ASSFULL OF LOVE - Monkey Madness10.08.2017

AN ASSFULL OF LOVE - Monkey Madness

AN ASSFULL OF LOVE - Monkey Madness

verfasst von Karla the Fox

Heute präsentieren wir euch die lustige Truppe An Assfull Of Love! Eine "Glam Punk" Band. Denkt man erst mal, das wäre genau dieser Stil, mit dem ich euch immer nerve, der Sleaze Rock. Denn das ist ja die "punkigere Version des Glam". Aber nope, AAOL sind alles andere als das. Sie sind eine Punkband. Punkt. Aber eine, die es liebt, sich mit etwas Glam Styling zu schmücken und die einfach lustig drauf ist und das Leben feiert. Ihre Songs sprühen vor kreativen Themen und nehmen meistens irgendeine Art von Mensch aufs Korn, aber immer so, dass man noch darüber schmunzeln kann und nicht gleich beleidigt sein sollte. Das alles machen sie in einer Sprache, die so verständlich ist, dass ich zwischendrin das Gefühl hatte, sie sängen Deutsch. Und natürlich mit einfachen Melodien und Songstrukturen. Meisterwerke der Komposition dürft ihr bei einer Punkgruppe nicht erwarten.

Die Reise beginnt mit "Monkey Madness", in dem uns AAOF gleich mal was vom Untergang der Welt erzählen. Damit sind alle späteren Themen abgedeckt und wir haben Zeit, die "Bananapocalypse" zu feiern. Weiter geht es mit "Bang Bang Boom". Dazu hat die Band ein Video gedreht und darin geht es um sie selbst. Wer sie sind und wie sie für euch abrocken. "Neverending Springbreak" ist noch ein gute Laune-Partysong bevor "Lumberjack Lesbians" damit spielt, dass Männer es immer toll finden, wenn zwei Frauen miteinander zu Gange sind. Wer keine Lesbe ist, bekommt seine Ladung bei "Orgasm Joe", ein Song, der die perversen Sounds von "Rocket Queen" übertreffen könnte... Gesellschaftskritisch geht es weiter mit "Allergic to Stupidity" und "Hipsterland". Letzeres ist vielleicht eins, zwei Jahre zu spät dran. Man weiß aber immer noch, was gemeint ist und es gibt einen schicken Jutebeutel mit dem Songtitel darauf zu kaufen. Das ist Merch mit Köpfchen. In "Sucker" wird irgendjemand so genannt, weil er einfach nichts auf die Reihe bringt, "Luchador El Culo" veralbert Jungs aus der Spanischen Kultur und "Motorboat Ride" und "No Pants, No Problems" sind erneut punkige Spaßsongs. Den Abschluss bietet "Sunrise", ein vergleichsweise romantisches Stück.

Ich gehe kurz auf den Inhalt jedes Songs ein, weil das Album davon lebt. Die Ideen, die Themen, die Sprüche und die Art, wie etwas charakterisiert wird. Ich hatte Spaß bei dem Album. Vermutlich machen die Affen live in kleinen Jugendclubs richtig Stimmung. Ob es für die großen Bühnen reicht, weiß ich nicht, aber das ist im Moment auch egal.

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