Review

ACCEPT - The Rise Of Chaos05.08.2017

ACCEPT - The Rise Of Chaos

ACCEPT - The Rise Of Chaos

verfasst von Kalle

Wer zählt zu den wohl größten Metalbands unseres Landes? Es sind ganz klar Accept! Vor wenigen Tagen standen sie auf dem Holy Ground in Wacken auf der Bühne und zelebrierten ihr neues Album und Songs mit Orchester. Was eine Macht! Accept sind so stark und so beliebt, wie noch nie! Zu Recht wie ich finde, denn sie sind musikalisch schon seit Gründung einer der treibenden Kräfte im Heavy Metal. Der Verlust von Udo Dirkschneider wurde damals super kompensiert und mit Mark an den Vocals hat man einen super Sänger gefunden, der zu Accept passt. Das haben sie auf den bisherigen Alben bewiesen, das unterstreichen die grandiosen Live-Shows immer wieder und nun das neue Album ebenso.

Denn diese zehn neuen Tracks lassen praktisch keine Wünsche offen. Metal pur, von der ersten Sekunde an. "Die By The Sword" der Opener begrüßt euch mit einer sanften Einleitung eh es in die Riffs geht und ihr dann von der Macht der Altmeister überrannt werdet. Gleich ein solch Kracher als Opener zu wählen... einfach genial. Der Nacken sollte vorher aufgewärmt werden, bevor ihr die Lautstärke bis zum Anschlag dreht. "Hole In The Head" lässt einen wunderschön mitgröhlen, kommt im Midtempo daher und überzeugt durch fantastische Melodien. Der Titeltrack zur Platte "The Rise Of Chaos" ist mächtig. Hier gilt das Motto: Feier das Ding ab und genieß es! Ein würdiger Titeltrack. Besonders hier zeigt sich die Qualität der Produktion, denn selten hört man bei Bands die Basstöne so klar heraus. Dabei wirken sie nicht dominant, sondern fügen sich gemütlich ein. Absolut super aufgenommen und gemastert!

Bei "Koolaid" kommen Freunde der höheren Gitarrentöne zu Beginn schon auf ihre Kosten, denn der Song wird durch ein Solopart eingeleitet, der schon erahnen lässt, wie fantastisch das Gitarrensolo klingen wird. Und eine Sache ist hier zusätzlich sehr geil: Die Screams von Mark. Was der aus seiner Stimme holt... absolut grandios! "No Regrets" besticht durch seinen langen Instrumentalpart. Der Beginn von "Analog Man" hat mich verdammt stark an AC/DC erinnert. Dieser Eindruck hat sich dann in dem Song auch nur schwer ablegen lassen. Es kam dann aber noch eine Erinnerung an "Balls To The Walls" dazu. "What´s Done Is Done" hat mich dann ein klein wenig an Iron Maiden zu Beginn erinnert. Da war es aber wirklich nur der Beginn. Danach ging es in klassischer Accept-Manier durch den Song. Genossen habe ich "Worlds Colliding". Der Song ist wieder so ein Beispiel für perfektes Gitarrenspiel. Ihr werdet dahin schmelzen.

Um dann noch einmal richtig auf das Tempo zu drücken, nehmt euch "Carry The Weight" vor. Der Song startet furios, weis aber genau die Pausen zu setzen, um mal etwas zu verschnaufen. "Race To Extinction" bildet dann den Abschluss der Platte und man würde am liebsten sofort weiter hören. Man wundert sich, wie schnell das Album durch ist, dabei hat es schon eine gute Länge. Allerdings sind die Songs so grandios, man saugt sie förmlich auf und will einfach mehr. Es gibt nur einen einzigen Schwachpunkt auf dem Album... der Ohrwurm... der fehlt. Ein Song, der sich wirklich festbeist und den man immer wieder mitsingen und live erleben will... den konnte ich dieses Mal nicht ausmachen. Die Tracks, die Produktion und das Gesamtpaket der Platte sind sehr stark, das habe ich nicht anders erwartet. Die Platte wird jeden Heavy Metal Fan das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, daher von mir eine ganz große Empfehlung.

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